Dienstag, 27. Januar 2026

Gedanken-Brösel 352: Noch mal positiv oder nix zu meckern…

Natürlich würde ich mich jetzt auch mal gerne über unseren Bundeskanzler aufregen. Weil er wieder mal alle beschimpft hat oder besser sehr pauschalisiert hat, alle Leute seien zu lange krank, alle seien faul, darum geht es „Doitschland“ nicht gut. Er macht halt viel bla bla, und ich sagte doch schon vor einem Jahr, wir werden merken, dass der „Doppel-Wums“-Kanzler nicht so schlecht war. Die Ampel-Regierung war schon gut, wenn jetzt nicht dieser „Autohändler“ dabei gewesen wäre. Oder über die Personen, die sich aufregen, dass es in der Kita nur noch vegetarisches Essen gibt außer einmal im Monat vielleicht Fisch oder Fleisch. Ein Geschrei und Gemecker, doch einfach mal den Kopf anschalten. Früher gab es auch nur einmal in der Woche Fleisch, und zwar sonntags, der gute Sonntagsbraten und ganz nebenbei ersparen sie sich den Stress, welches Fleisch gegessen werden darf.

Doch ich will nicht meckern. In wenigen Tagen werde ich zum dritten Mal 20 Jahre alt. Und ich finde es schon GEIL, das Leben. Ich bin auch echt dankbar. Einige kleine Stolperkrisen gut überstanden, zwei drei große holprige Krisen gemeistert. Ich habe schöne, sehr schöne Frauen kennengelernt, durfte mit einigen länger zusammen sein. Durfte lieben, durfte ficken, durfte auch Herzschmerz erleben. Wunderbare Menschen begleiten mich schon lange, die ich Freunde nennen darf, richtig gute Freunde, und ich bin einigen Freunden Gott sei Dank nicht unwichtig. Diese lieben Menschen wären es wert, mindestens ein Buch zu schreiben. Ich hatte bzw. habe super Eltern gehabt, die immer die „Leine“ lockergelassen haben, ich durfte mich ausprobieren. Und ich habe zwei richtig gute schöne Kinder, die haben zwei richtig gute schöne Partner. Und eine Enkeltochter, das ist überhaupt das Beste - wann immer ich sie sehen kann, geht mir das Herz auf. Also es ist schon schön, dieses Leben, man muss es nur wollen und auch annehmen.




Montag, 26. Januar 2026

Gedanken-Brösel 351: Mal etwas positiv…

Ja sicherlich, es ist vielleicht nicht ganz einfach, positiv nach vorn zu schauen. Besonders, wenn man sich auf die Nachrichten einlässt. Natürlich gibt es einige Menschen, die gleich rufen, Staatsfernsehen bzw. vom Staat gesteuerte Medien, seine Meinung darf man sowieso nicht sagen. Die lassen wir mal weg, die ganzen meckernden Schnarchnasen. Sie sind nicht schön, die Nachrichten, Kriege auf der Welt, ein merkwürdiger Präsident in orangener Haut, der glaubt, er könne einfach mal ein Land kaufen, und wenn das nicht klappt, dann gibt’s eben Handelskrieg oder er nimmt es sich.

Und unser kleiner Jens aus der Fraktion der angeblichen Christlichen Sozialen Union findet das okay bzw. verständlich - man könnte meinen, der Masken-Deal hat sein Resthirn abgewehrt. Oder im Iran: Da sterben tausende Menschen, weil sie die Schnauze gestrichen voll haben von den religiösen alten Männern. Und was macht die Welt??? Nix, gar nix, und der komische Präsident, der angeblich schon acht Kriege beendet hat und der Meinung ist, im würde der Friedensnobelpreis zustehen, der macht auch nix, sind wohl keine Drogen im Spiel oder zu wenig Öl da.

Auch wenn man zu unserem Rentensystem schaut oder hört, wie schlimm das alles ist, gilt auch für Pflege und Krankenkassen, die Wirtschaft liegt wohl auch am Boden. Ich sag mal Stopp jetzt! Ja, es ist alles nicht so gut, und die Gesellschaftsform, in der wir leben, ist mir nicht schön, so gar. nicht, sie ist ungerecht und auf Profit aus. Doch ich möchte nicht in einem Land wie Bulgarien oder dem Iran und schon gar nicht in den USA leben, wo immer nur das Recht des Stärkeren gilt. Es funktioniert doch alles, wir können zum Arzt gehen, ohne große Angst zu haben vor den Kosten. Wer in Teilzeit arbeiten möchte, bekommt das meist auch hin. Kinder bekommen in der Kita oder Schule auch warmes Essen. Am Wochenende, wenn man essen gehen will, muss man vorher reservieren. Verkaufsoffener Sonntag: Der Parkplatz bei IKEA ist überfüllt, und drinnen ist es nicht besser.

Ich denke mal, wir könnten ruhig etwas demütiger sein. Und uns freuen, dass alles da ist, wir zu essen haben usw. Was nicht bedeutet, auch ruhig kritisch auf unsere Vorturner zu schauen, sich auch gerne für mehr Gerechtigkeit einzusetzen. Doch da hilft meckern wenig, auch sein Kreuz (für den einen oder anderen soll es ja schon Haken haben) bei Parteien zu setzen, die für noch mehr Ungerechtigkeit steht (Rentenkürzung, private Krankenversicherung usw.). Also ruhig mal etwas positiver nach vorne schauen mit einem kritischen Blick.




Montag, 5. Januar 2026

Gedanken-Brösel 349.1

Als Erstes wünsche ich mal allen ein zauberschönes neues Jahr, dass 2026 ein gutes Jahr wird und dass wir gesund bleiben. Gesundheit ist so ein wichtiges Gut genau wie Frieden, für mich zwei Geschwister, die schön Hand in Hand gehen oder, besser gesagt, gehen sollten.

Zu Beginn gönne ich mir noch einen kleinen Blick zurück ins Jahr 2025. Ich fand es persönlich ganz „dufte“, wie der Berliner sagt. Vieles war für mich wieder möglich, und der Blick über den Tellerrand, der ist auch nicht zu kurz gekommen. Es gab ganz herzerwärmende Momente. Doch schauen wir mal nach vorne. Gerade sind die letzten Raketen, also die von Silvester, abgefeuert, da gibt es auch schon die alte Diskussion: Böller-Verbot - ja oder nein. Für mich mal ganz klar: JA, und für die, die es nicht begreifen wollen, einfach mal die Kinder im UKB fragen, welche jetzt ohne Finger daliegen bzw. ihr Leben lang gezeichnet sind, weil einige ohne Sinn und Verstand rumballern mussten. Ja, leider viele Menschen, die es eigentlich besser wissen müssten, weil sie und ihre Eltern fliehen mussten vor Krieg und Rumgeballere. Also, wer auch immer es toll findet, mit Raketen etc. zu spielen, es gibt leider genug Kriege, gar nicht mal so weit weg. Geht dahin, da gibt es noch größere Raketen und Knallzeug für Euch Knalltüten, viel Spaß da! Da dürft Ihr Euch so richtig ausballern, Euer Resthirn quasi in die Luft schicken! Ist doch wahr, kein Geld für Essen oder Kultur ausgeben, aber jeder ca. 300 EUR für Knallzeug. So viel mal dazu.

Und dann kommen noch die anderen Knalltüten, die mal eben ein Land überfallen, den Regierungschef festnehmen und meinen, sie hätten das Recht recht dazu. Und warum??? Wegen Drogen, meint der „Orangene Herrscher“. Seit wann hat ihn denn das Volk interessiert (auch andere Präsidenten in den USA vorher nicht)? Es geht einfach um Öl, und nicht darum, dass da ein Diktator an der Macht war, das ist ihnen doch sonst genauso egal. Und was macht unser großer Vorturner in Berlin? Der findet das gut und sagte, es war ja kein von der EU anerkanntes Regime usw. Ich habe immer geglaubt, man bräuchte ein UNO-Mandat, wenn man nicht rechtswidrig in ein Land einfallen möchte. Einfach nur, weil Einem nicht die Nase passt von Jemanden. Schwierig, das zu erklären, dann könnte ich auch, falls mein Nachbar nicht nett ist zu seiner Frau (was ich nur behaupte), ihm einfach seine Wohnung wegnehmen und mir seinen Besitz aneignen. Ich befürchte mal, darüber haben die beiden in Alaska gesprochen: „Du Wladi, ja Donni... mach Du mal schön in der Ukraine Dein Ding, ich nehme mir Venezuela, und mal gucken, was da noch so auf dem Weg liegt…“. Da kommt bestimmt bald der große Chinese und sagt: Eh, wenn Ihr beide Euch was nehmt, dann will ich jetzt aber auch mein Taiwan haben. Und die doofen Europäer machen sowieso nichts. Regen sich ein bisschen auf, dann ist wieder Ruhe.

Und ich habe wirklich geglaubt, es wird ein friedliches, schönes 2026. Irgendwie hoffe ich ja immer noch, dass wir es hinbekommen, dass alle in Frieden leben, das es allen Menschen gut geht. Doch die Realität ist wohl eine andere. Schade eigentlich, denn wir haben das Zeug dazu. Startet dennoch gut ins neue Jahr. Und wer weiß…. „Alles wird gut“???




Samstag, 20. Dezember 2025

Gedanken-Brösel 349: Machen…

Nun ist es so, und es wird sich auch nicht aufhalten lassen, selbst wenn man es nicht mag. Das Weihnachtsfest kommt. Leider auch mit ihm immer etwas Stress, etwas Hektik. Sogar etwas Gejammer ist dabei wegen „wieder keine weißen Weihnachten“. Mal kurz zur Erinnerung, das gab es in unserer Region schon immer eher selten. Hat auch etwas Gutes, wenn es nicht so kalt ist, man spart Heizkosten. Doch was meine ich mit dem Machen??? Oft wird davon geredet, dass wir mehr Zeit miteinander verbringen wollen. Doch Zeit, das ist etwas, dass man sich nicht kaufen kann. Oder auch bitte nicht so viel Geschenke. Wenn ich mich umsehe, würde ich mal sagen, das wird nix (okay, hat der Handel wenigstens was davon). 

Auch wird gerne geäußert, wir sollten mehr für andere da sein, weniger egoistisch sein, toleranter anderen Menschen gegenüber. Es wäre schon schön, wenn wir uns an die alte IBM-Werbung erinnern „Lasst uns den Planeten etwas smarter machen“. Sie meinten damit natürlich, dass wir ihre Rechner kaufen. Doch die Botschaft finde ich okay! Die Zeiten sind nicht ganz einfach, es gibt Krieg in unserer Nähe und noch viel mehr Krieg etwas weiter weg. In den Parlamenten wird oft nicht diskutiert, nein, es wird sich viel beschimpft auf eine Art, wo man Warnungen im Fernsehen geben sollte: „Für Kinder und Jugendliche unter 65 nicht geeignet". Gerade jetzt laufen sie doch rum und erzählen von der „Weihnachtsbotschaft“, auch unsere Vorturner von der Regierungsbank reden viel davon. Bitte setzt es doch um, sorgt für Gerechtigkeit und nicht für mehr Waffen. Sorgt für Frieden im Kleinen wie im Großen, dafür wurdet Ihr auch gewählt und nicht dafür, dass Ihr nur Eure Lobby bedient. 

Doch auch jeder Einzelne kann etwas machen, oft sind es die kleinen Gesten, die kleinen Taten, die Großes bewirken. Ich wünsche allen eine schöne wie besinnliche friedliche Weihnachtszeit. Mit guten Gedanken, denn gute Gedanken machen gute Taten. Natürlich auch mit gutem Essen.

Euer Brösel





Donnerstag, 11. Dezember 2025

Gedanken-Brösel 348: Das dürfte es wohl gewesen sein…

Das dürfte es wohl im Großen und Ganzen gewesen sein, dieses Jahr. Also viel passiert nicht mehr, auch dieser harte und lange Winter, der schon im Oktober beginnen sollte, fällt wohl aus. Ich habe schon wieder die ersten Menschen in kurzen Hosen gesehen, finde ich zwar auch etwas übertrieben, aber 14 Grad im Dezember ist schon komisch; hatten wir auch im Mai, und ich glaube im Juli waren auch zwei, drei Tage, wo es so KALTWARM gewesen ist. Dann eben Weinschorle statt Glühwein.

Jetzt mal im Ernst, ich finde es schon etwas bedenklich, vielleicht doch lieber Wärmepumpe statt Ölheizung oder Gasheizung? Auch dieses „kriegstüchtig“, was man hört, nervt so richtig, und das braucht keiner. Gebt mal nicht so viel Geld für die Rüstung aus, scheiß auf Aktien von Rheinmetall, seid alle nachhaltig, also lieber Geld in Bildung geben. Doch auch das bleibt wohl ein frommer Wunsch von mir.

Da sitze ich nun, schreibe meinen Hirnsaft nieder, rühre mir einen Wörtertee zusammen, denke mir: Mannomann, eigentlich ist es doch einfach. Geld für Rente, Bildung, Gesundheit ist doch genug da. Warum stecken sie das immer in die falschen Töpfe? Rüstung braucht niemand außer eben die Aktionäre. Oder warum werden nur die Großen mit richtig viel Geld verschont, mal ordentlich was abzugeben bzw. gerecht besteuert zu werden? Wie heißt es so schön: „Wer nichts für den Staat beiträgt, nur davon profitiert, der soll nun hart sanktioniert werden.“ Gilt eben nicht für alle, nur für das Herdenvolk bzw. Bürgergeld-Empfänger. Warum wehrt sich eigentlich niemand?? Wahrscheinlich wird deshalb nichts in Bildung gesteckt. Was wäre hier los, wenn alle mal merken würden, was wirklich los ist - REVOLUTION? Kommt bestimmt, nur leider von ganz rechts außen, dann hat wieder Keiner was gewusst oder es gibt Sätze wie: „Wenn das der Führer wüsste.“

Aber scheiß was auf Klimawandel, wenig Rente, zu teure Mieten, hohe Energie-Preise, ein Gesundheitswesen, was am Boden liegt. Das Deutschlandticket, was teurer wird. während die Abschreibung für sehr teure Autos bleibt bzw. das Dienstwagen-Privileg. ES IST DOCH WEIHNACHTEN! Denken wir nicht dran, hoffen einfach auf das Gute und das alles besser werden wird. Hat doch bis jetzt auch nicht geklappt.

Ich wünsche trotzdem und auch gerade deshalb ein schönes WEIHNACHTSFEST und einen friedlichen Jahreswechsel. Es gibt wirklich bei allem Grund zum Ärgern oder wütend sein sehr viel Schönes, sehr viel Gutes. Das lass ich mir auch nicht kaputt machen.




Freitag, 5. Dezember 2025

Gedanken-Brösel 347: Zurückgeschaut… 2025 oder: Über allem steht OOPPAAAA

Der von mir persönliche Blick zurück auf das (fast) vergangene Jahr. Und was ich schon immer mal schreiben wollte, alles ohne KI geschrieben, mich gibt es echt, wahrscheinlich könnte so kein ChatBoot schreiben. SCHERZ. Also für mich ist es Jahr eins nach dem eingeleiteten Untergang von „Brunhilde“. Doch erstmal möchte ich mich bei allen entschuldigen, die Brunhilde heißen, bitte nicht persönlich nehmen.

Am 2.12. war meine letzte Chemo ein Jahr her, und ich kann sagen, es geht mir gut, natürlich ist nichts mehr, wie es war. Es gibt Lustiges dazu, wie z. B. keine Haare mehr auf dem Rücken. Doch der Körper hat sich echt verändert, und auch die Belastbarkeit ist nicht mehr so wie ich es kannte, aber ich lebe und nehme ordentlich am Leben teil. Hier werden nicht die Hände in den Schoss gelegt, es sei denn zum Überlegen.

Es ist aber auch das Jahr eins nach dem Tod meiner Mutti, oder wie ich sie wirklich liebevoll nannte: MUTTER. Ja, sie fehlt mir, das wird auch so bleiben, mir kommen immer die Tränen. Obwohl ich zu meinem Vater genauso ein gutes wie inniges Verhältnis wie zu meiner Mutter hatte, so hat uns doch der Verlust noch enger zueinander gebracht. Wir sind täglich im Austausch über das, was anliegt, darüber wie der Tag war. Es ist so wie damals, als ich klein war, ihm immer alles erzählt habe, nur jetzt eben umgekehrt, und das ist sehr schön, wie er mich nun in seinen Tag mitnimmt.

Das Jahr fing ruhig an, kaum war die letzte Rakete von Silvester verbrannt, ging auch schon der Wahlkampf los für den neuen Bundestag. Das Beste daran war für mich, dass Die Linke doch relativ sicher, relativ stark wieder einziehen konnte, was viele nicht erwartet hatten. Schlimm war bzw. ist, dass diese umlackierten Braunen (auf blau) so stark sind, das war allerdings zu erwarten. Und ich denke, es wird noch schlimmer, solange solche „Pfeifen“ wie Herr Spahn durch die Politik gehen können, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden. Wie ein Kanzler erst durch das Land geht und Menschen beleidigt mit seinem Stadtbild-Unfug und später nach Brasilien fliegt, um auch da Menschen zu beleidigen. Wahrscheinlich hatte er sein Praktikum beim orangefarbenen Präsidenten, immer nur nach unten treten, nie für Gerechtigkeit im Land sorgen, also auch endlich mal für Steuergerechtigkeit sorgen, endlich mal dafür sorgen, dass alle in die Kranken- bzw. Rentenkassen einzahlen. Das treibt eben das „scheue Wahlvolk“ den Populisten in die Arme.

Also ich kam extra von der Reha nach Hause, um mein Kreuz zu machen, damit es noch nicht ganz so gruselig wird. Schon sind wir bei meiner Reha, gut, da gibt es nicht so viel darüber zu schreiben. Ich wollte nicht hin, dachte doch, es bekommt man alles schon so in den Griff, frei nach dem Motto: Das bisschen Chemotherapie, die paar Metastasen. Hochmut kommt vor dem Fall, das hat definitiv nicht funktioniert. Schnell sind die Grenzen aufgezeigt worden. Heute sage ich: Gut, dass ich es gemacht habe. Was mir dort auch so richtig ins Bewusstsein gekommen ist: Die richtig schweren Jobs, also die, wo es so richtig zur „Sache“ geht, machen Frauen. Sie können so viel aushalten (besonders uns „Schwanzvertreter“), sie sind diejenigen, DIE echt den „Laden“ am Laufen halten. Also liebe Schwanzträger, etwas mehr Demut und Dankbarkeit tut uns allen gut, mal drüber nachdenken, wer uns, wenn alles „Scheiße“ ist, hilft oder immer geholfen hat.

Nun aber weiter in meiner Reise durch das Jahr, quasi durch meine Themen. Wichtig war, dass ich auch zum Fußball gehen konnte, auch zu meinem Herzensverein BFC Dynamo. Berliner Pokalfinale: Es wurde gewonnen, es wurde gefeiert, ich ging über den Zaun auf den Rasen und lag vor Freude im Tor. Doch war es nur die Freude über den gewonnenen Pokal? Ein lieber Mensch, eine gute Freundin meinte, es tut so gut zu sehen, dass Du all diesen Blödsinn machst, dass Du so fest auf Deinen Beinen stehst, dabei ist dieser Mist erst ein halbes Jahr her. Wer hätte das gedacht, dass dieses alles wieder so schnell geht. Dieser Satz sollte im Laufe des Jahres noch öfter kommen, wo mir aufgezeigt wurde, ich möge doch mal bitte etwas demütiger sein.

Und der Fußball hatte noch einen anderen großen Beitrag in diesem Jahr, ein Ereignis, ein Erlebnis, das alles veränderte, quasi mir die Tränen immer wieder ins Gesicht treibt, doch dieses Mal die Tränen der Freude. Ich lernte meine Enkeltochter kennen, meine kleine Herzverzauberin. Gut, es war bei Union, doch da merkte ich, wie unwichtig doch Fußball sein kann, jedenfalls das Spiel an diesem Tag, aber eben auch, wie dadurch Brücken gebaut werden können. Es war der Tag, an dem ich richtig OPA wurde, etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.

Da wurde mir klar, Du kannst ja versuchen, alles zu planen oder eben alles versuchen, im Griff zu haben, doch merke: Das Leben ist eben nicht planbar, da kommen so kleine Menschen daher auf kleinen Turnschuhen, lächeln Dich an und schon fällst Du um und alles ist ANDERS SCHÖN. Womit ich auch schon bei einem der schönsten Dinge in diesem Jahr bin, Zeit mit meinen Kindern. Das war auch nicht vorhersehbar, darum bin ich hier sehr demütig. Meine „kleine“ Nele ist nun auch schon eine erwachsene Frau (ich bin schon echt alt). Wir hatten und haben schon immer ein inniges Verhältnis. Gerne und oft treffen wir uns zum Essen, spazieren gehen usw., was auch sehr großartig ist Sie hat mir einen ganz lieben „Schwiegersohn“ geschenkt, der ist echt eine Bereicherung für Familie und Herz.

Vor allem auch der schöne Kontakt zu meinem Sohn, Jahre der Funkstille sind nun (hoffentlich für immer) auf dem Müll gelandet. Es tut so gut, sich mit ihm zu unterhalten, sich mit ihm zu treffen, auch das Einbeziehen bringt immer Licht und Wärme. Oder es ist so, als ob Milch und Honig auf die Seele fließen. Das war nun wirklich nicht vorhersehbar, ich hatte vor dem ersten Treffen nach vielen Jahren die Hosen gestrichen voll. Doch er machte es einfach, auch das „Wieso Weshalb Warum“ haben wir (erstmal) zurückgelassen. Der Blick geht nach vorn und eben nicht zurück. Natürlich lebt er nicht allein, er brachte nicht nur die Herzverzauberin mit, sondern auch eine ganz wundervolle „Schwiegertochter“, die mich erstmal vorsichtig beäugte, verständlicherweise vorsichtig, es geht ja hier um Menschen und nicht um einen Beliebtheitswettbewerb. Danke, mein Lieber!

Nun mal ein kleiner Schwenker zu etwas anderem, was ich schon immer gerne gemacht habe. Konzerte, früher konnte ich davon nicht genug bekommen. Dann kam „Brunhilde“, und damit war erstmal Schluss. Doch jetzt geht es wieder nicht mehr so oft und manchmal auch nicht so lange, da wird schon mal auf die Zugabe verzichtet, weil eben die Beine schmerzen oder anschwellen, aber es geht wieder. Ob nun ein Klavierkonzert von Nirvana-Musik, vorgetragen von Christoph Spangenberg, zum OUT OF LINE Festival über De/Vision zu Forced to Mode, wo auch viele Freunde waren, wir alle einen ganz zauberschönen Abend hatten. Es gab noch einige Konzerte mehr und auch eine wunderbare Kabarett-Veranstaltung und einen Mitsing-Abend.

Doch es sind die lieben Menschen um mich, die quasi wie einen Schutzwall um mich gebaut haben. Mein Freund Andy, der mich zum Singen mitgenommen hat und zu vielen anderen kleinen Veranstaltungen. Christian, der immer anruft, mit mir oft im regen Austausch über Politik und das Leben im Allgemeinen ist, mit dem ich oft Kaffee trinke und er meint, das müsste noch viel öfter sein, wo er natürlich recht hat. Er ist einer der Freunde, auf deren Meinung ich viel Wert lege. Was jetzt nicht heißt, dass ich das bei anderen Freunden nicht mache, aber Christian ist einer der Menschen, der mich eben schon seit meinem 16. Lebensjahr begleitet. Meine liebe Freundin Katrin, die nicht nur meine Kollegin ist, sondern auch Begleiterin in ganz schweren Zeiten war, sie ist maßgeblich daran „schuld“, dass ich schreibe. Meine liebe Freundin Henni, wo es fast jeden Donnerstag das beste Frühstück gibt, was auch immer der beste Gedanken-Austausch ist, wo es bis zum Gedankenschmerz geht. Und meine liebe Gabi, die auch eine ganz wunderbare Tochter inkl. Mann in unsere nun kleine Familie gebracht hat. Sie, die mich nun seit einiger Zeit quasi trägt und erträgt, die immer in Sorge um mich ist. Die mich durch die schwerste Zeit meines Lebens gebracht hat. Und nun dennoch all den Quark mitmacht. Wie zum Beispiel der Kauf eines Schuhschranks, was dann im Kauf eines großen Tisches und verschiedenen Stühlen endete, was gleichzeitig bedeutete, dass renoviert werden durfte. Es wurde also ein Nest gebaut. Dass ich dieses noch einmal mache, noch einmal erlebe, hätte ich auch nicht gedacht. Und ich hatte es auch nicht vor.

Als ich letztes Jahr eingezogen bin, wurde doch alles so gemacht, dass es für mich passte, ich wollte hauptsächlich mit mir allein wohnen, und da rede ich jetzt mal ganz offen. So wusste ich doch, dass nach der Behandlung nichts mehr im Bett gehen wird, quasi „Tote Hose“, aber so richtig. Doch auch hier habe ich komplett falsch gelegen. Mein lieber Urologe, der mich die ganze Zeit wunderbar begleitete, nahm mir die Sorgen und die Angst. Genau wie meine Mutter, sie meinte noch (ich weiß, sie sieht mir jetzt bestimmt von oben zu): Es gibt so viel mehr, selbst nur gemeinsam daliegen kann so schön sein, einfach nur den anderen Menschen spüren, nicht allein sein, das ist es. Natürlich habe ich das auch immer vorher gesagt, aber eben zu anderen. Das Leben ist so vielschichtig, es ist schön, es ist immer voller Überraschungen. Manchmal sind es kleine Gesten, kleine Taten, die man selbst gerade nicht auf dem eigenen Schirm hatte und somit manche Dinge so richtig groß werden lassen. Ich/Wir lernten viele neue Menschen kennen, z. B die liebe Beraterin vom Integrationsfachdienst, erst von Brandenburg, die dafür sorgte, dass wir Unterstützung bekommen bzw. sich einsetzte, dass auch eine super Beraterin aus Berlin vorbeischaute, sich alles ansah und dann die richtigen Schritte einleitete, hier ein ganz großes Danke.

Dann die lieben Menschen in „Lobetal“, wo ich als Assistent in der Suchtberatung arbeiten durfte. Was für großartige Menschen! Hier lernte ich zu sehen, die wichtigen Dinge zu erkennen, zu begreifen, worauf es doch so oft im Leben ankommt und dass man wirklich hin und wieder ruhig mal etwas demütig sein sollte, auch DANKE sagen zu dem, was man hat oder erleben darf. Die drei Freunde von der Bergsteigergruppe haben mir gezeigt, wo ich hinsehen muss. Vielleicht war es ihnen nicht bewusst, doch sie haben mir nach meinem schweren Jahr zuvor viel Kraft und Zuversicht gegeben. Und auch meine „andere“ Arbeit macht wieder richtig Spaß und Freude, genauso die Arbeit mit „meinen“ beiden Bauleitern Henry und Andreas brachten viele neue Erkenntnisse. Beide Menschen machten mir so viel Mut, sie wussten von der Erkrankung, und sie nahmen auch Rücksicht, wenn ich nicht so konnte bzw. mal einen Termin „versemmelt“ hatte. Lustig ist aber, dass sich beide Herren überhaupt nicht kennen. Genauso das Wandern und der Besuch beim Pressefest waren so schöne Erlebnisse (dazu gab es auch einen Blog).

Es gibt noch so viel mehr zu schreiben, und eigentlich möchte ich am liebsten jedem einzelnen Menschen danken, und ganz bestimmt habe ich jemanden vergessen, doch bitte tragt es mir nicht nach. Mit allen Menschen, mit denen ich dieses Jahr erleben durfte, mit allen, mit den ich arbeiten durfte. Mit allen, die mich mitgenommen haben zu was auch immer: DANKE, dass es Euch alle gibt!

Im Adventskranz brennt nun schon ein Licht. Es dauert nicht mehr lange, dann sind alle vier Kerzen an. Zeit, um innezuhalten, Zeit für gutes Essen, Zeit für Familie (ich bin so dankbar, dass ich OOOPPPPAAAA bin), Zeit für Erholung. Allen eine schöne Adventszeit, einen schönen Abschluss zum Jahresende und einen guten Start hoffentlich in Frieden!




Freitag, 21. November 2025

Gedanken-Brösel 346: Bald nun ist Weihn…

Keine Angst, es geht nicht wieder ums Weinen, dann wäre es ja auch in meiner Müdigkeit falsch geschrieben. Es geht um Weihnachten - Vorfreude und dieser ganze „Kram“. Man(n) und Frau mögen es kaum glauben, in „bummelig“ 5 Wochen ist es soweit. Das Fest der Feste, Familien kommen zusammen, Kinderaugen leuchten hell. Und die Milka Werbung hört endlich auf, der Coca-Cola Truck ist dann Gott sei Dank endlich auch durchgefahren. Ich will niemandem das Fest versauen, keine Angst, ich meckere jetzt auch nicht über den ganzen Konsumwahn oder mahne dazu, an die Menschen zu denken, die nix haben, die quasi im Strassendreck leben und das „Stadtbild“ leicht stören.

Ich freue mich auf eine schöne ruhige Zeit, auf gutes Essen, auf Treffen mit Freunden in der Vorweihnachtszeit und auf das Weihnachtssingen bei den „Waldis“. Ich freue mich auf meine Kinder, und seit diesem Jahr kann ich sagen „Kinder“, was lange nicht der Fall war (Schuld hin, Schuld her, bitte einfach nach vorne schauen). Und ich freue mich auf das Enkelkind, die kleine Herzverzauberin. Obwohl ich bestimmt niemanden direkt zum Fest sehen werde, aber in der Zeit davor. Und ich freue mich besonders auf das Verschenken, vielleicht „Tonies“ oder wie die Dinger heißen, standen auf dem Wunschzettel, so hörte ich. Doch bevor die Adventszeit losgeht, darf ich quasi als Opi oder wie sie sagt „Ooopppaa“ mit zum Laternen-Umzug.

Ich sage nur, was für ein Jahr (darüber kommt noch ein kleiner Blog). Doch bei all der Freude, so hoffe ich am meisten, dass es friedlich bleibt, wir Frieden haben werden, eben nicht kriegstüchtig werden müssen. Dass die Sorge um das Überleben weggeht, Angst und Kummer und Leid zerplatzen wie Seifenblasen. Und dass es nicht nur zur Weihnachtszeit friedlich ist und wir alle uns einfach nur respektieren.

Kommt alle schön in die Vorweihnachtszeit!