Freitag, 24. Juli 2026

Gedanken-Brösel 366: Habt Ihr eigentlich mal gefragt… ??

Habt Ihr gefragt, ob wir das gut finden, dass Ihr unser Geld für Waffen ausgebt? Also ich kann mich nicht erinnern. Warum macht Ihr das denn? Und wozu? Bevor Ihr drüber nachdenkt, solltet Ihr mal lieber auf einen Friedhof gehen, einen für Kriegsgräber, und Euch die Namen und das Alter der Gefallenen ansehen. Vielleicht versteht ihr dann endlich mal, wie sinnlos Kriege sind, wie sinnlos Waffen sind. Kommt mir bitte nicht damit: Aber die anderen Länder haben doch auch welche, die sind doch alle böse, vorzugsweise der Russe oder Chinese.

Ja, diese Regierungen haben auch alle ein „Ei“ auf dem Kopf und Großmacht-Fantasien. Doch hat es bis jetzt was gebracht? Nein, hat es nicht, außer Tod, Elend und Vertreibung. Hat irgendjemand was davon? Ja, die Rüstungsindustrie und wahrscheinlich die lieben Regierenden, die von diesen Konzernen Aktien besitzen. Doch eines sollte Euch klar sein, Panzer etc. kann man nicht essen. Wenn alles kaputt und verseucht ist, würdet auch Ihr an Eurem Scheiß-Geld ersticken. Wie wäre es denn mal mit nachdenken? Darüber nachzudenken, ob es nicht mehr Sinn macht, das gute, hart erarbeitete Steuergeld für die Menschen auszugeben, die es erwirtschaften. Mal einfach das Gesundheitssystem vernünftig auszustatten, anstatt Kasernen zu bauen. Lieber mal in Bildung für alle zu investieren anstatt in U-Boote. Lieber eine vernünftige Infrastruktur als Raketen. Auch mit sauberer Energie lässt sich Geld verdienen.

Menschen, die zufrieden sind, die keine Angst haben müssen davor, ob sie ihre Kinder noch gut ernähren können, sich im Alter auch noch was leisten können, werden nicht Populisten folgen. Ihr nennt euch Eliten, Ihr denkt, Ihr habt vielleicht am Stein der Weisheit geleckt. Ich glaube, Ihr wart am falschen Stein, eher da, wo ein Hund ran gepinkelt hat. Fragt doch mal direkt bei der nächsten Wahl vorher, ob wir Waffen wollen oder lieber gute Schulen und Krankenhäuser, holt Euch doch mal die Legitimation für Euer Handeln. Davor habt Ihr aber wahrscheinlich Angst, Befürchtungen, die Macht zu verlieren, doch das wird bestimmt auch so passieren. Dauert vielleicht etwas länger, aber es wird kommen und dann wird es ganz traurig.

Aber Ihr denkt ja lieber darüber nach, unsere Arbeitszeit zu flexibilisieren, unser Renteneintrittsalter zu erhöhen, während Ihr Euch vorher schön mit Pensionen und Abfindungen ausgestattet habt. Ihr benutzt den Staat als Selbstbedienung für Euch, Ihr verlangt, dass wir den Gürtel enger schnallen, während Ihr Euch größere Hosen kauft. Macht verdammt noch mal Euren Job, macht ihn für die Menschen und nicht gegen sie. Denkt mal drüber nach, wir verdienen das Geld, was Ihr Euch nehmt.




Montag, 20. Juli 2026

Gedanken-Brösel 365: Seine letzte Fußballweltmeisterschaft…

Ich meine hier mal nicht Messi, Ronaldo, Nagelsmann oder Deschamps. Nein, ich spreche von meinem Vater, auch ein großer Fußballer, für mich auf jeden Fall, für mich quasi der größte Spieler überhaupt. Er hat mich als Kind mitgenommen zu seinen Spielen. Ich durfte zusehen, durfte mich auch mal mit ins Tor stellen. Und sie haben mir immer so die Bälle zugeschossen, dass ich auch einen Schuss halten konnte. Selbst als ich noch im Kinderwagen lag, wurde ich mitgenommen, denn wo sollten meine Eltern mich auch hingeben? Also kam das Kind mit. Nach dem Spiel wurde ich auf dem Tresen in der „Molle“ in Wilhelmsruh gewickelt.

Fußball war immer da, spielte eine große Rolle bei uns in der Familie. Mein Urgroßvater war bei Preußen Bavaria, später nach dem Krieg erst bei Vorwärts Berlin, dann war er bei Dynamo. Als er nicht mehr spielen konnte, riss er die Karten ab. Mein Opa spielte auch immer Fußball, bei Nordring Berlin, dann später bei Bergmann Borsig.

Das alles machte auch mein Vater, seit er vier Jahre alt war bis zu seinem 79. Lebensjahr, quasi spielte er in allen Altersgruppen. Man könnte meinen, ich hätte das Talent bekommen, nein, leider war das nicht so. Sicher, ich spielte auch in all diesen Vereinen, Nordring oder Bergmann Borsig, doch es reichte nicht. Nun hat mein Vater auch diese Scheißkrankheit, und ich kann täglich von ihm Abschied nehmen. Richtig laufen geht nur noch beschwerlich, die Unterhaltungen werden kürzer. Es kommt eine Traurigkeit, gleichwohl auch der Wunsch nach Erlösung. Er war ein Kerl wie ein Baum, und ich dachte den „Alten“ wirst Du mal im Mittelkreis beerdigen müssen.

Doch das Leben hat eben oft einen anderen Plan. Für mich war er immer mehr als nur mein Vater, er war mein Freund, er war auch der, mit dem ich streiten konnte. Wir haben uns manche Wortschlacht geliefert, doch immer wieder zueinander gefunden. Er hat mir geholfen, als er mir Scheiße ging. Auch als ich selbst an Krebs erkrankte, war es für ihn wichtig, mich zur Chemotherapie zu fahren. Es hat ihn fast zerrissen, dass ich erkrankte, dann der Tod seiner „Kleenen“, meiner Mutter, schmerzte so sehr, ließ uns noch näher zusammenrücken. Doch jetzt liegt es an mir, ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten, einfach noch ein paar Stunden zu haben. Auch wenn er jetzt schon mal sagte: „Nun ist es mal genug mit dem Leben, die „Kleene“ fehlt mir und Du, mein Junge, wirst mir fehlen.“ So ein Satz kann auch Hoffnung machen. Ist vielleicht doch nicht alles danach vorbei, und wir sehen uns alle wieder und spielen dann bestimmt wieder Fußball, auch wenn es jetzt keine schöne WM war. Doch das Finale gehört meinem Vater. Papa, ich liebe Dich, ich halte noch etwas Deine Hand, bis es so weit ist. Danke für die schönen Jahre. Danke an die lieben Menschen im Hospiz, die sich so wundervoll um ihn kümmern.




Samstag, 18. Juli 2026

Gedanken-Brösel 364: Na danke, ZDF und CDU…

Oh, ich höre sie schon jubeln, alle Freunde der Affen für Deutschland und sonstiger rechter Ideologien. Da werden die Sektkorken knallen, nur leider nicht auf ihre Köpfe. Das ZDF nimmt eine Einladung von einem Künstler zurück, weil sie darin einen Aufruf zur Gewalt sieht. Ist ja nicht das erste Mal, dass sich für „links“ bekennende Künstler ausgeladen werden. Diesmal Danger Dan, doch das gab es schon bei Feine Sahne Fischfilet oder Jennifer Rostock. Ja, sie sind klar gegen Nazis und Faschisten, und das scheint natürlich nicht richtig zu sein, immer fein nach dem Motto RECHTS VOR LINKS, und das nicht nur im Straßenverkehr.

Liebes ZDF, ständig gebt Ihr diesen Brandstiftern von rechts Sendezeit, sie werden zu Talkshows eingeladen, können ihren Mist da prima in den Äther schicken, auch werden sie stets und ständig in den Nachrichten gut bedacht, während man versucht, linke Meinungen als postsozialistische Ideen abzustempeln. Linke werden mit der DDR verglichen und als ewig Gestrige bezeichnet, während die Meinung von rechts immer mehr Gehör finden kann und das doch eigentlich eine Ideologie von mehr als vorgestern ist. Ihr bewegt euch als Brandbeschleuniger, die das Land immer mehr auseinander treiben.

Genau wie die CDU und ihr Herr Spahn, der für sich auch in Anspruch nimmt, was er für andere nicht möchte, sogar verbietet. Anstatt hier mal ordentlich die Grenze zu zeigen und den Rücktritt zu fordern oder ihn sogar vor die Tür zu setzen und ihn mal in der Pflege arbeiten zu lassen. Vielleicht setzt er sich ja dann auch auf den Bettrand und fragt sich: „Passt das heute für mich?“. Bei all dem Mist, den ihr da verzapft, wundert Ihr Euch noch, dass die Blau-Braunen so erstarken. Und sollte es in Sachsen-Anhalt zur absoluten Mehrheit kommen, werdet Ihr bestimmt wieder sagen: Der Osten ist schuld bzw. die DDR, weil sie freiheitliche Werte vertreten hatte. Doch das Ihr immer alte Nazis in Euren Reihen hattet, den Nationalsozialismus nie aufgearbeitet hattet, ihm immer Raum geben habt und es weiter macht, davon wollt Ihr nichts hören. Vielleicht ist es an der Zeit, mal aufzuwachen, sonst wird es eben nicht dunkel sondern braun.

 


 

Dienstag, 14. Juli 2026

Gedanken-Brösel 363: Einmal Winter, einmal Sommer…

In besten Händen dem Leben zuliebe. Dieser Satz ist nicht von mir, doch er trifft es wirklich, besser kann man es nicht sagen. Im Winter 2025 war ich schon einmal hier, hier in Buckow, hier zur Reha. Damals war meine Chemotherapie gerade zwei Monate her, meine Haare waren wieder gut am Wachsen, ich fing an, mich fit zu fühlen. Im Kopf war ich schon wieder bei 100% Leistungsbereitschaft, aber eben nur im Kopf. Das ist zwar auch nicht schlecht, wenn der Kopf schon bereit ist, und ich neige dazu, alles zu leicht zu nehmen.

Doch jetzt im Sommer 2026 wieder bei der Reha ist es schon anders. Der Kopf sagt zwar immer noch: „Eh, nun komm mal aus dem Quark, wir sind fit“, doch der Körper gibt etwas anderes vor. Auch das Verdrängen der Scheiß-Krankheit hat aufgehört. Sicher, ich habe darüber geredet, doch das Verarbeiten ist etwas anderes. Heute ist mir echt klar, Prostata-Krebs und Knochen-Metastasen sind kein Schnupfen, das ist echt „Kacki“!

Darum also bin ich wieder hier. Hier in Buckow, wo sie echt sehr nett sind. Okay, die Zimmer haben noch den Charme der 90-er Jahre. Doch die Therapeuten, die Pflegekräfte, die Service-Mitarbeiterin, das medizinische Personal sind alle, aber wirklich alle, so liebevoll, so engagiert. Das Essen ist wirklich sehr gut, sehr bedacht gewählt. Die Anwendungen sind sehr persönlich bezogen, alles ist auf einen abgestimmt. Und wenn man glaubt, dass man im Wasser nicht schwitzen kann, der sollte mal Wassergymnastik machen. Auch das „in sich reinhören“ bekommt man gut angetan. Sich ruhig in den Vordergrund nehmen. Denn nur, wenn wir gut zu uns selbst sind, können wir gut zu anderen sein. Quasi das, was sie uns im Flugzeug sagen, erst sich selbst die Maske aufziehen, dann den anderen Passagieren helfen.

Natürlich hätte ich gut und gerne auf diese Erfahrung mit Krebs und Reha verzichtet. Doch nun ist es nun einmal so. Jetzt gilt es, stabil zu bleiben oder zu werden und „JA“ zum Leben zu sagen. Auch gerne mal die Hände in den Schoss legen. Und hier in Buckow in der Immanuel-Klinik zeigen sie einem, wie das geht. Das man bei sich bleiben soll und somit auch wieder gut für die lieben Menschen um einen herum da ist. Und als Bonus kommt noch dazu, Buckow ist eine so schöne, eine so wunderbare Gegend, das lohnt sich immer.

In diesem Sinne: Seid gut zu Euch selbst und nehmt Euch ruhig mal in die Arme, dann ist dieser ganze weltliche Mist leichter zu ertragen.




Sonntag, 12. Juli 2026

Gedanken-Brösel 362: Wo gehobelt wird… fällt ein Spahn

Was auf Arbeit gilt, dass beim „Hobeln Späne“ fallen, scheint bei der CDU nicht so zu sein. Ich sage mal so, es sind schon andere Leute für weniger zurückgetreten, da haben andere Menschen einfach mehr Rückgrat bewiesen. Doch ich vermute mal, ER hat überhaupt keins, er kann sich quasi selbst am Arsch lecken! Masken-Deal - keine Konsequenzen, der merkwürdige Kredit für sein Haus - nix da, auch das Erwerben dieser Immobilie war etwas fragwürdig. Jetzt kommt noch das Treffen mit Peter Thiel dazu und diese pauschale Beleidigung der Menschen, die arbeiten: „Wenn man morgens auf der Bettkante sitzt und sich fragt, passt das heute mit der Arbeit?“ bleib ich lieber einfach zu Hause!

Man möchte ihn anschreien: „Wenn Du doch mal lieber zu Hause bleiben würdest, gehe bitte aus dem Fernsehen!“ Ein Mensch wie der Jens, der quasi noch nie körperlich gearbeitet hat, der seine Ausbildung 2001 beendete und seit 2002 im Bundestag ist. Der soviel Pension bekommen wird, da müsste ein ganz normaler Arbeitnehmer ca. 200 Jahre arbeiten. Ein Mensch, der quasi nie in Sozialsysteme eingezahlt hat, nie auch nur einen Cent in die Rentenkasse gegeben hat, maßt sich an, zu sagen, wo wir sparen sollen, worauf wir verzichten sollen. Das Einzige, auf was ich echt verzichten möchte, sind Menschen wie Jens Spahn. Der auch ohne Not mit der AfD regieren würde. Der alles zu seinem Vorteil nutzt. Der aus meiner Sicht maßgeblich Mitschuld trägt, dass diese Braunblauen immer stärker werden. Der Menschen verunglimpft, sie in die Arme von Populisten treibt.

Ja sicher, es gibt Menschen, die keinen Bock haben, zur Arbeit zu gehen, doch gleich alles zu pauschalisieren ist genauso dumm als ob ich sage: Nur weil bei einem Bäcker die Brötchen hart waren, ist es bei allen so. Diese Fraktionspfeife sollte mal lieber darüber nachdenken, dass wir sein doch sehr üppiges Gehalt erarbeiten, und wenn wir ihn nach seinen Maßstäben bewerten würden, müsste er meiner Meinung nach Grundsicherung bekommen. Also bitte, liebes Führungspersonal, seid endlich mal für das Volk da, das Euch gewählt hat, für die Menschen, die Euch mal vertrauten. Und seid das vor allem die ganze Zeit und nicht nur kurz vor der Wahl. Macht endlich Euren Job, sonst wird es bald zappen(braun)düster.




Dienstag, 9. Juni 2026

Gedanken-Brösel 361: Kaltwiesen…

Nicht immer über den Ernst der Welt schreiben, über die Ungerechtigkeit, die uns immer überall trifft. Klar, man darf diese Dinge nicht aus den Augen lassen. Doch wenn man mal bei Freunden ist, darf man auch ruhig mal alle „Fünfe“ grade sein lassen. Also ab zu Anni und Spitzbauer Gaugl. Seit 2020 fahre ich hierher in die Steiermark. Zu Anni und Josef, wo Herzlichkeit und gutes Essen zu Hause sind. Also wenn Ihr mal Herzlichkeit und gutes Essen sucht, hier wohnen sie.

Man kommt nach vielen Stunden Autofahrt völlig kaputt an, doch nach einem Schnaps zur Begrüßung und einer satten Umarmung ist alle Anstrengung vergessen, die bleierne Müdigkeit fällt ab. Dann kommt auch noch die gute Luft dazu, und schon möchte man raus in die Natur. Ab zum Wandern auf die Kaltwiesen, wo eine Hütte steht, man dort nach knapp 3,5 km bergauf gut verköstigt wird. Selbst wenn da geschlossen ist, stehen Getränke für kleines Geld immer bereit.

Wenn man sich drauf einlässt, kann man Arbeit und Stress vergessen (zugegeben, das fällt mir nicht leicht). Die Natur lädt definitiv zum Entschleunigen ein. Es gibt viele schöne Wanderwege, ab zum Hochwechsel, wo man merkt, wie sich das Wetter superschnell ändert also quasi wechselt, man bei klarer Sicht bis zum Plattensee schauen kann. Und wenn man nach 18 km Wanderung mit Schmerzen in den Waden zurückkehrt, wird man wieder mit leckerem Essen belohnt, mit schönen Gesprächen, einem guten Getränk (da muss es nicht immer Alkohol sein), bevor man müde und zufrieden ins Bett fällt, sich schon auf das Frühstück freut, bevor man ins Reich der Träume geht.

 





 

Freitag, 5. Juni 2026

Gedanken-Brösel 360: Nicht mit dem Feuer spielen…

Na, das haben uns doch schon Mutti und Vati gesagt! Nicht mit dem Feuer spielen, zack, hat man sich die Finger verbrannt oder was anderes, und dann wird die Haut BRAUN.

Ich schüttele da schon den Kopf, wenn ein Uli Hoeneß sagt, man solle die AfD schon mal regieren lassen, dann wäre sie schnell entzaubert, oder sie sollen mal zeigen, was sie können. Natürlich will er das nicht in Bayern, sondern zum Beispiel in Sachsen-Anhalt. Nein, das ist Unfug. Erstens, so etwas hat man schon mal versucht. Ein Franz von Papen meinte damals: Wir lassen sie mitregieren, und spätestens nach zwei Monaten quiekt er in der Ecke, der Herr Hitler, und der Spuk ist vorbei“. Über 30 Millionen Tote später wussten alle, das war Blödsinn. Zweitens soll damit mal wieder gezeigt werden, dass es ein ostdeutsches Problem ist.

Wir wissen doch aber alle, dass auch das nicht stimmt. Letzte Wahlen zeigen, sie sind überall. Leider macht unsere Regierung es ihnen auch leicht. Menschen werden von oben herab behandelt, es wird immer nach Schuldigen gesucht, sich selbst hält man für überlegen. Was noch schlimmer ist, es wird an Stellen gekürzt, wo man es nicht tun sollte. Es ist verdammt wichtig, nicht an das Kindergeld bzw. die Förderung zu gehen. Man muss nicht noch mehr Perspektivlosigkeit befeuern. Wenn es aber darum geht, sich mal bei denen Geld zu holen, die jedes Steuerloch nutzen, bei den Leuten, die echt viel Vermögen besitzen, eine gerechte Besteuerung einzuführen, schreien sie: „Oh, um Gottes Willen, keine Steuererhöhungen“.

Aber bei Kindern und Familien kürzen ist okay. Auch das man bei Menschen mit Behinderungen sparen will, ist für sie völlig in Ordnung. Und es scheint für sie ja normal zu sein, sich in schönen kleinen Abständen einen Schluck aus der Diäten-Pulle zu gönnen. Natürlich ist es schön, einfach zu fordern, dass wir länger arbeiten sollen, während sie ja schon nach nur einem Jahr im Amt Pensions-Ansprüche besitzen. Es hilft auch wenig, darüber zu spekulieren, dass ein neuer Kanzler gut wäre wie Herr Spahn oder Herr Wüst. Nein, verdammt nochmal, macht Eure Arbeit endlich gut. Macht sie nicht für Euch, nicht für Eure Klientel, sondern für die Menschen im Land! Zeigt, dass Ihr nicht gegen sie arbeitet, hetzt sie nicht gegeneinander auf. Geht auch mal mit gutem Beispiel voran. Dann sind auch viele Menschen bereit, die notwendigen Reformen mitzutragen. Doch es muss gerecht zugehen, alle Menschen müssen da mit einbezogen werden. Macht endlich Euren Job, sonst kann es passieren, dass es BRAUN wird.