Freitag, 21. November 2025

Gedanken-Brösel 346: Bald nun ist Weihn…

Keine Angst, es geht nicht wieder ums Weinen, dann wäre es ja auch in meiner Müdigkeit falsch geschrieben. Es geht um Weihnachten - Vorfreude und dieser ganze „Kram“. Man(n) und Frau mögen es kaum glauben, in „bummelig“ 5 Wochen ist es soweit. Das Fest der Feste, Familien kommen zusammen, Kinderaugen leuchten hell. Und die Milka Werbung hört endlich auf, der Coca-Cola Truck ist dann Gott sei Dank endlich auch durchgefahren. Ich will niemandem das Fest versauen, keine Angst, ich meckere jetzt auch nicht über den ganzen Konsumwahn oder mahne dazu, an die Menschen zu denken, die nix haben, die quasi im Strassendreck leben und das „Stadtbild“ leicht stören.

Ich freue mich auf eine schöne ruhige Zeit, auf gutes Essen, auf Treffen mit Freunden in der Vorweihnachtszeit und auf das Weihnachtssingen bei den „Waldis“. Ich freue mich auf meine Kinder, und seit diesem Jahr kann ich sagen „Kinder“, was lange nicht der Fall war (Schuld hin, Schuld her, bitte einfach nach vorne schauen). Und ich freue mich auf das Enkelkind, die kleine Herzverzauberin. Obwohl ich bestimmt niemanden direkt zum Fest sehen werde, aber in der Zeit davor. Und ich freue mich besonders auf das Verschenken, vielleicht „Tonies“ oder wie die Dinger heißen, standen auf dem Wunschzettel, so hörte ich. Doch bevor die Adventszeit losgeht, darf ich quasi als Opi oder wie sie sagt „Ooopppaa“ mit zum Laternen-Umzug.

Ich sage nur, was für ein Jahr (darüber kommt noch ein kleiner Blog). Doch bei all der Freude, so hoffe ich am meisten, dass es friedlich bleibt, wir Frieden haben werden, eben nicht kriegstüchtig werden müssen. Dass die Sorge um das Überleben weggeht, Angst und Kummer und Leid zerplatzen wie Seifenblasen. Und dass es nicht nur zur Weihnachtszeit friedlich ist und wir alle uns einfach nur respektieren.

Kommt alle schön in die Vorweihnachtszeit!




Dienstag, 18. November 2025

Gedanken-Brösel 345: Wein(en)…!!!

Heute bin ich mit dem falschen „Wein“ aufgestanden. Klingt erstmal lustig, ist aber eigentlich traurig, da wir zu viel trinken. Und leider ist es oft so, wenn wir keinen Alkohol möchten, müssen wir das begründen. Die einzige Droge, wo ich mich rechtfertigen muss, wenn ich sie nicht will. Alles nur, weil der „Suff“ gesellschaftsfähig ist, quasi zum guten Ton gehört. 

Doch darum geht es mir heute nicht. Weinen, da wird man(n) ja auch hin und wieder belächelt. Wir sollen alle stark sein, „harte Hunde“ quasi, doch was ist eigentlich ein harter Hund? Ist es der, der schon steif ist, also tot? Na vielen Dank, damit möchte man lieber nicht verglichen werden. Dabei ist es wirklich nicht schlimm, wenn man weint. Man ist dann weder schwach noch ein „Mädchen“, auch so ein Spruch, den man nicht braucht. Wir weinen natürlich oft, wenn wir traurig sind, etwas total Beschissenes passiert ist. Wie der Verlust eines lieben Menschen, Trennung, die so schmerzen kann, dass man keine Luft mehr bekommt. Oder ein verlorenes Spiel usw. 

Oft können wir auch vor Glück weinen, also Glückstränen. Was habe ich geheult, als meine Tochter geboren wurde, auch bei meinem Sohn viele Jahre davor waren die Augen nicht wirklich trocken. Dieses Jahr, als ich meine Enkeltochter kennenlernen durfte, da lief das Wasser auf dem Weg nach Hause wie ein fröhlicher Bach. Ich konnte meine Glücksgefühle kaum fassen, zumal es eine Vorgeschichte gab, ich nicht mehr damit gerechnet hatte und auch selbst wenig dafür getan hatte. 

Also ruhig mal weinen, und es tut auch oft gut, das ist ein wenig wie Großreinemachen. Der ganze Schmutz kommt dabei raus, die doofen und scheiß Gedanken werden rausgespült, es ist Platz für schöne Geistesgüter und Gefühle. Auch wenn man einen scheiß Tag hat oder mal Angst vor Aussagen und Ergebnissen hat, ruhig mal weinen, ruhig mal Gefühle zeigen. Denn wie sollen sonst andere Menschen erkennen, wie es uns geht? Alles in sich reinfressen macht nur schlechte Laune, und man bekommt ein Magengeschwür, das ist auch so sinnvoll wie Kacke am Schuh. Ich für mich kann sagen: Ich weine, oft heule ich sogar richtig doll, meistens geht es mir dann danach etwas besser, dann ist alles erstmal raus. Der Kloß im Hals wird weniger, der Knoten im Magen löst sich. Geht nicht sofort, aber es stellt sich oft Zuversicht ein. Und man kann dann mit vielen Dingen besser umgehen, ob es nun scheiß Nachrichten sind oder wenn es ordentlich „Feenstaub“ gab. 

Deshalb meine ich, Gefühle zu zeigen ist keine Art von Schwäche, sondern Stärke. Es bedarf schon etwas Mut in unserer Gesellschaft, wenn man zeigt, wie es Einem selbst wirklich geht. Darum auch hier der alte Satz: Macht Armdrücken (nehmt euch in die Arme)!





Donnerstag, 13. November 2025

Gedanken-Brösel 344 - Eigentlich möchte man da...

Eigentlich möchte man da nicht drüber reden bzw. versuchen wir es oft zu verdrängen oder zu ignorieren. Der Tod, das Sterben und die eigene Vergänglichkeit. Dazu fällt mir ein Text ein: „Manchmal stelle ich mir vor, ich bin ganz alt, so 97 Jahre oder mehr und liege in meinem Bett, und es geht mit mir zu Ende, nicht aus Krankheit, nein einfach, weil es so ist. Also ich liege da, die Kinder, Enkel und Urenkel sind da und das eine Kind sagt zur Mutter, wenn Opa jetzt gleich tot ist, kann ich dann Play-Station spielen, die Mutter ist entsetzt, doch ich grinse, hole das Kind ran und sage okay, Opa beeilt sich.“ Das wäre doch super, wenn es so laufen könnte. Natürlich will keiner sterben, jedenfalls die meisten Menschen nicht, und gleich gar nicht wenn man blöde krank wird wenn z. B. fucking „Brunhilde“ kommt, also der Krebs. 

Ja klar, sind wir traurig, wenn ein geliebter Mensch stirbt, dabei ist es egal, ob es plötzlich oder ob es absehbar war. Ich weiß, wovon ich hier schreibe, vor ziemlich genau einem Jahr starb meine Mutter, und eigentlich waren wir an diesem Tag zum Pfannkuchen essen verabredet. Doch dazu sollte es nicht kommen. Darum haben wir es als Familie dieses Jahr gemacht und ihrer gedacht. Fand ich irgendwie total schön, als mein Vater dieses nach dem Friedhofsbesuch vorschlug, da saßen wir zu Dritt und konnten sogar etwas an diesem traurigen Tag lachen. Vielleicht ist es wirklich gut, der Trauer mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu begegnen. Denn ist es nicht auch so, dass wir der Toten gedenken, dabei oft die Lebenden vergessen? Dabei haben wir doch nur das eine Leben, da gibt es keine Wiederholung jedenfalls nicht so dass wir es genau wüssten. 

Warum also benehmen wir uns oft wie so richtige „Kackbratzen“, beschimpfen uns, meckern über Nichtigkeiten rum. Rennen dem blöden Geld hinterher, machen das Klima für unseren Wohlstand kaputt, vergessen dann, wenn es "im Arsch" ist das Klima, dann gibt es auch keinen Wohlstand mehr. Weshalb sind wir oft so richtig „scheiße“ drauf??? Wenn dann jemand stirbt, kommt das große Gejammer, ach hätte ich doch bloß öfter angerufen oder wäre hingegangen. Oder so ein Mist, hätte ich bloß gehört und wäre bewusster mit der Umwelt umgegangen, verdammt, nun ist mein Haus überschwemmt. Nun soll aber bitte niemand sagen: „Was kann ich alleine schon anrichten, sollen die da oben erstmal machen.“

Nee, so geht das nicht, wenn jeder Einzelne etwas macht, ist das echt viel (natürlich weiß ich, dass es viele Menschen machen), und auf die da oben zeigen, ist zu einfach, sonst wollen wir ja auch, dass sie uns in Ruhe lassen. Also bei all der Trauer und all dem Ärger und Frust, sind wir doch lieber etwas netter zu uns, helfen uns. Machen Armdrücken also in den Arm nehmen und drücken (schrieb ich schon oft). Dann ist es vielleicht wirklich nicht so schlimm, wenn der Tag kommt, wo wir gehen müssen, vielleicht dann mit einem Lächeln und man kann sagen: "War doch echt schön hier, dieses Leben hat sich gelohnt."



Freitag, 7. November 2025

Gedanken-Brösel 343: Eigentlich bedarf es nicht viel…

Eigentlich bedarf es wirklich nicht viel für Glück, für schöne Augenblicke, für eine gute Zeit. Ein gutes Frühstück zum Beispiel, wie ich es mit einer guten Freundin fast jeden Donnerstag sozusagen zelebriere. Frische Brötchen, etwas Salat, guter Kaffee (ganz wichtig), etwas Wurst. Dabei sind die Lebensmittel nur das Sahnehäubchen. Es geht um den Austausch, um gemeinsame Zeit. Nichts ist wertvoller als Zeit mit den Lieben, den Freunden, zu verbringen, quasi mit seinen Herzmenschen, ich habe da so eine kleine Handvoll.

Doch wie oft verfallen wir in diesen Wahnsinn, regen uns über Dinge auf oder lassen uns instrumentalisieren. Hören auf unsinnige Debatten wie die vom Stadtbild oder über zu viel Migration. All diese Diskussionen sind Unfug, bringen uns nicht weiter. Das gab es alles schon einmal. So zum Beispiel die Finanzkrise Ende der 20-er Jahre im letzten Jahrhundert. Und anstatt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, hörte man auf Menschen, die meinten, die Juden wären daran schuld. Es folgten Faschismus, Krieg und Zerstörung.

Einige Jahrzehnte später: Wieder Finanzkrise, Banken werden mit Steuergeld saniert. Anstatt den ganzen Kram an die Wand zu fahren, helfen wir den Verursachern mit unserm Steuergeld. Und statt sie etwas Demut üben, bedienen sie sich weiter. Cum-Ex und Cum-Cum lassen grüßen. Nun ist kein Geld für Schulen und Pflege sowie Infrastruktur da. Wieder werden Schuldige gesucht, die natürlich damit nichts zu tun haben. Diesmal sind es die Migranten (Juden gibt es ja nicht genug, damit man ihnen wieder die Schuld geben könnte), weil sie ihre Heimat verlassen haben und vor Not und Elend fliehen. Anstatt ihnen eine Chance zu geben und sagt: Okay, Du hast ein Jahr Zeit, Dich mit einzubringen, gehe arbeiten, lerne unsere Sprache usw. Wer dann nicht will oder sich hier einen „schlanken Fuß“ macht, muss dann ohne Wenn und Aber gehen. Aber nein, man steckt sie in Heime, sie dürfen nicht arbeiten, solange das Asyl-Verfahren läuft.

Wir schaffen uns nur neue Probleme. Hören wieder auf die Populisten, die meist sehr betucht sind, von sich ablenken und wieder Steigbügel-Halter für Nazis sind. Es wird nicht mehr lange dauern und die CDU macht das, was damals die Zentrumspartei gemacht hat. Damals war es die NSDAP, heute die AfD.

Dabei wäre alles doch so einfach! Habt eine gute Zeit! Und hört nicht auf diejenigen Leute, welche uns weismachen wollen, wer Schuld hat. Es waren immer Finanzmärkte und Gier, die uns in Elend getrieben haben. Gut zueinander zu sein ist keine Schwäche. Und wie gesagt, es bedarf nicht viel, um glücklich zu sein.