Dienstag, 9. Juni 2026

Gedanken-Brösel 361: Kaltwiesen…

Nicht immer über den Ernst der Welt schreiben, über die Ungerechtigkeit, die uns immer überall trifft. Klar, man darf diese Dinge nicht aus den Augen lassen. Doch wenn man mal bei Freunden ist, darf man auch ruhig mal alle „Fünfe“ grade sein lassen. Also ab zu Anni und Spitzbauer Gaugl. Seit 2020 fahre ich hierher in die Steiermark. Zu Anni und Josef, wo Herzlichkeit und gutes Essen zu Hause sind. Also wenn Ihr mal Herzlichkeit und gutes Essen sucht, hier wohnen sie.

Man kommt nach vielen Stunden Autofahrt völlig kaputt an, doch nach einem Schnaps zur Begrüßung und einer satten Umarmung ist alle Anstrengung vergessen, die bleierne Müdigkeit fällt ab. Dann kommt auch noch die gute Luft dazu, und schon möchte man raus in die Natur. Ab zum Wandern auf die Kaltwiesen, wo eine Hütte steht, man dort nach knapp 3,5 km bergauf gut verköstigt wird. Selbst wenn da geschlossen ist, stehen Getränke für kleines Geld immer bereit.

Wenn man sich drauf einlässt, kann man Arbeit und Stress vergessen (zugegeben, das fällt mir nicht leicht). Die Natur lädt definitiv zum Entschleunigen ein. Es gibt viele schöne Wanderwege, ab zum Hochwechsel, wo man merkt, wie sich das Wetter superschnell ändert also quasi wechselt, man bei klarer Sicht bis zum Plattensee schauen kann. Und wenn man nach 18 km Wanderung mit Schmerzen in den Waden zurückkehrt, wird man wieder mit leckerem Essen belohnt, mit schönen Gesprächen, einem guten Getränk (da muss es nicht immer Alkohol sein), bevor man müde und zufrieden ins Bett fällt, sich schon auf das Frühstück freut, bevor man ins Reich der Träume geht.

 





 

Freitag, 5. Juni 2026

Gedanken-Brösel 360: Nicht mit dem Feuer spielen…

Na, das haben uns doch schon Mutti und Vati gesagt! Nicht mit dem Feuer spielen, zack, hat man sich die Finger verbrannt oder was anderes, und dann wird die Haut BRAUN.

Ich schüttele da schon den Kopf, wenn ein Uli Hoeneß sagt, man solle die AfD schon mal regieren lassen, dann wäre sie schnell entzaubert, oder sie sollen mal zeigen, was sie können. Natürlich will er das nicht in Bayern, sondern zum Beispiel in Sachsen-Anhalt. Nein, das ist Unfug. Erstens, so etwas hat man schon mal versucht. Ein Franz von Papen meinte damals: Wir lassen sie mitregieren, und spätestens nach zwei Monaten quiekt er in der Ecke, der Herr Hitler, und der Spuk ist vorbei“. Über 30 Millionen Tote später wussten alle, das war Blödsinn. Zweitens soll damit mal wieder gezeigt werden, dass es ein ostdeutsches Problem ist.

Wir wissen doch aber alle, dass auch das nicht stimmt. Letzte Wahlen zeigen, sie sind überall. Leider macht unsere Regierung es ihnen auch leicht. Menschen werden von oben herab behandelt, es wird immer nach Schuldigen gesucht, sich selbst hält man für überlegen. Was noch schlimmer ist, es wird an Stellen gekürzt, wo man es nicht tun sollte. Es ist verdammt wichtig, nicht an das Kindergeld bzw. die Förderung zu gehen. Man muss nicht noch mehr Perspektivlosigkeit befeuern. Wenn es aber darum geht, sich mal bei denen Geld zu holen, die jedes Steuerloch nutzen, bei den Leuten, die echt viel Vermögen besitzen, eine gerechte Besteuerung einzuführen, schreien sie: „Oh, um Gottes Willen, keine Steuererhöhungen“.

Aber bei Kindern und Familien kürzen ist okay. Auch das man bei Menschen mit Behinderungen sparen will, ist für sie völlig in Ordnung. Und es scheint für sie ja normal zu sein, sich in schönen kleinen Abständen einen Schluck aus der Diäten-Pulle zu gönnen. Natürlich ist es schön, einfach zu fordern, dass wir länger arbeiten sollen, während sie ja schon nach nur einem Jahr im Amt Pensions-Ansprüche besitzen. Es hilft auch wenig, darüber zu spekulieren, dass ein neuer Kanzler gut wäre wie Herr Spahn oder Herr Wüst. Nein, verdammt nochmal, macht Eure Arbeit endlich gut. Macht sie nicht für Euch, nicht für Eure Klientel, sondern für die Menschen im Land! Zeigt, dass Ihr nicht gegen sie arbeitet, hetzt sie nicht gegeneinander auf. Geht auch mal mit gutem Beispiel voran. Dann sind auch viele Menschen bereit, die notwendigen Reformen mitzutragen. Doch es muss gerecht zugehen, alle Menschen müssen da mit einbezogen werden. Macht endlich Euren Job, sonst kann es passieren, dass es BRAUN wird.