Mittwoch, 27. Juli 2022

Gedanken-Brösel: Im Kreis…

Wenn ich hier so sitze, die friedliche Straße bei mir sehe, auf die schöne grüne Natur schaue, kommt der erste Eindruck – alles super… wovon reden bloß alle? Doch wenn ich mir etwas Rinde oder Kruste von Gehirn, Augen und Herz kratze: Na, nichts ist super, so rein gar nichts.

Ja, ich habe es schon oft geschrieben (vielleicht bin ich ein Laienprediger), unser Umgang miteinander ist… formuliere ich es mal vorsichtig, nicht nett. Jedenfalls sehr oft, und da ist es im Kleinen wie im Großen. Es wird geschimpft, was das Zeug hält. Es wird sich über Nichtigkeiten aufgeregt, gruselig. Von oben wird es auch nicht besser. Meister Lindner beschäftigt sich lieber mit Porsche als dass er mal wirklich etwas für die Bürger tut (jedenfalls mein Eindruck), und wenn ich an den „Tankrabatt“ denke, steigt in mir eine leichte Wut hoch.

Der Umgang mit der Umwelt: Es brennt, und das nicht nur wörtlich, sondern „echt“. Unser Wasser wird knapp. Neue Bewohner in der Gegend um Strausberg sind beim Wasser rationiert, und das nicht, um die Seen zu schützen, nein, damit Tesla genug Wasser hat. Sie sagen, wir sollen alle sparen, was auch vernünftig ist, doch niemand geht mit gutem Beispiel voran.

Im Gegenteil: Es werden sinnlos teure Gipfeltreffen abgehalten, ganze Landstriche werden dafür abgesperrt. Für das, was sie da besprechen, könnten sie sich doch auf einem Flugzeugträger treffen, schön weit draußen auf dem Meer oder sich eben wirklich online verabreden anstatt Millionen zu verschleudern.

Andere Menschen heiraten (was ja sicher schön ist) und sperren mal gleich eine halbe Insel, und auch hier gab es kostspielige Sicherheitsmaßnahmen (schließlich kamen Kanzler und etc. auch zur Hochzeit). Woanders wird gefeiert, als ob es kein Morgen geben würde, Rückkehr zur Normalität - in den Parks stapelt sich der Müll, in Freibädern wird es handgreiflich und und und.

Hier wieder meine Frage: Können wir nicht oder wollen wir nicht? Wir haben doch nur eine Welt, nur dieses eine Leben. Weshalb sind viele Mitmenschen solche Kackbratzen? Ist es nicht besser, miteinander liebevoll umzugehen? (Depressionen nehmen erschreckend zu, bestimmt eine Ursache unseres Lebensstils…)

Schützen wir doch unsere Wälder, gehen wir mit Wasser besser um (sinnlose Pools sind auch nicht mehr so ganz zeitgemäß). Wir haben es doch in der Hand, im Großen wie im Kleinen.

Der nächste Blog wird anders, versprochen. Das eigene Gemecker kann auch anstrengend sein.




Freitag, 8. Juli 2022

Gedanken-Brösel: Vergänglichkeit unserer Zeit….

Vieles ist verschwunden, einfach weg!

Der Marlboro Mann aus der Werbung (nicht falsch verstehen, es ist okay, dass es keine Werbung mehr für Nikotin gibt), er kam auf seinem Pferd am Abend in die Prärie, kochte sich Kaffee, und dann machte er sich eine Zigarette an. Es folgte der Satz: "Marlboro, der Geschmack von Abenteuer und Freiheit". Ironie der Geschichte: Der Schauspieler aus der Werbung ist später an Lungenkrebs gestorben.

Flaschen - Gläser - Altpapier! Was bei uns (also bei uns DDR-Kindern) völlig normal und alltäglich war: Leergut und Altpapier sammeln und für etwas Kleingeld abzugeben in der SERO-Annahmestelle, sei es für das Taschengeld (ich weiß, es war auch oft für die Pioniere oder Klassenkasse). Das wäre doch eigentlich in der heutigen Zeit, wo Rohstoffe noch knapper sind, wieder eine gute Idee, und man könnte sich die ganzen Glascontainer und Papiertonnen sparen. Aber wahrscheinlich steckt da wieder irgendeine Lobby dahinter, die das nicht möchte, oder es ist „Kommunismus“, darum gibt es das nicht mehr. Günstige Mieten gibt es ja kaum noch, ist ja auch Kommunismus und deshalb schlecht für uns… Oder warum lassen wir uns das eigentlich alles gefallen?

Was aber leider wieder da ist, das ist die Angst vor einem (Atom-)Krieg. Die sogenannten Großmächte benehmen sich wie die „Axt im Walde“, und diesmal kommt noch China mit dazu. Wir hängen schön in der Mitte, und eigentlich wollen wir es uns mit Keinem verscherzen. Müssen wir aber, und somit bauen wir auch hier ein schönes Feindbild auf. Blöderweise gibt uns „Väterchen Russland“ auch einigen Anlass. Wenn wir erst alle im Winter frieren, der Benzinpreis weiter steigt, Lebensmittel sich in einem für uns unerträglichen Maße verteuern, dann sind bestimmt die ersten Leute bereit, um wieder einzumarschieren. Leider hat dann wieder niemand gefragt, wem nützt das und wer gewinnt eigentlich dabei?

Aber vielleicht wird ja doch alles gut. Es gibt keinen Krieg bzw. dieser Unsinn wird beendet. Die scheiß Waffen werden für immer verschrottet - wir könnten so schönen Dinge aus dem ganzen Metall machen, unzählige Klettergerüste und Fahrräder könnten gebaut werden. Es gibt dann vielleicht auch nur noch eine Krankenkasse, und niemand muss mehr ewig auf einen Termin beim Arzt warten, nur weil dieser lieber privat Versicherte bevorzugt. Dazu möchte ich nur sagen, sie sollten sich schämen, haben sie doch meistens auf Kosten der Allgemeinheit studiert, um jetzt diese auszuschließen.

Wir sollten immer daran denken: Wir sind ENDLICH, sind vergänglich, sind nicht ewig da! Der Sarg hat keine Regale. Es gibt kein nächstes Leben, wo wir einiges anders machen können oder mehr Zeit für Familie und Freunde haben. Jetzt und heute ist immer der beste und schönste Tag, es kommt nur auf uns an, in was für einer Welt wir leben wollen. Wie schon so oft gesagt, macht Armdrücken - in die Arme nehme und fest drücken!

Bis bald, 
Brösel




Montag, 4. Juli 2022

Gedanken-Brösel: Ich verstehe ES nicht...

Wer zulange in die Sonne sieht, wird blind…

Warum ist das so, warum gibt es so viel Egoismus, so viel Ignoranz?

Da rasen einige Typen mitten in der Nacht durch Wohngebiete, obwohl sie eigentlich wissen, dass viele Menschen schlafen, nur um ihre „Penisverlängerung“ auszufahren, und der Rest ist ihnen egal. Andere laufen einfach rauchend durch die Wälder, und wenn man sie darauf anspricht, nörgeln sie uns voll, was man denn von ihnen wolle, sei doch schließlich ihre Sache… NEIN, IST ES NICHT!

Rennradfahrer rasen auf der Straße und nicht auf dem Radweg, weil der Radverkehr sie dort stört bzw. zu langsam ist. Hallo, es ist ein Sportgerät, kein Verkehrsmittel, und wenn man sie höflich über den „Haufen“ fährt, sind sie sauer (ich meine natürlich, wenn man sie darauf hinweist). Und so geht es munter weiter, was ist los? Ein besseres Mit- und Nebeneinander wäre doch schön!

Was ich noch nicht verstehe, warum sind wir so offensichtlich gegen eine friedliche Welt? Wo es gerecht zugeht, mit vernünftigen Renten, von denen man leben kann, gute Bildung für alle Kinder, bezahlbare Wohnungen auch für alle Menschen. Strom, Gas, Wasser in kommunaler Hand, ohne Gewinn bzw. für die Allgemeinheit, ein Gesundheitssystem für alle Menschen, wo alle Leute in die Krankenkassen einzahlen und die private Krankenversicherung abgeschafft wird, damit diese 2-Klassen-Gesellschaft überwunden wird. Warum muss ein normal Versicherter ewig auf Termine bei Spezialisten warten, während Privatpatienten sofort rankommen, was soll das?? Weshalb ist das eine Leben mehr wert als das andere? KANN MIR DAS JEMAND MAL ERKLÄREN???

Weshalb kann unser Finanzminister einen Versuch unternehmen, wo er 90.000 Hektar Land verkauft, Land, das uns fast allen gehört (und was im Koalitionsvertrag übrigens ausgeschlossen ist), und dabei sogar einige Landwirte ihre Höfe verlieren würden. Der Minister, der von Sozialismus faselt und von Wettbewerbsverzerrungen, wenn es darum geht, Mieten zu deckeln bzw. eine Höchstgrenze einzuführen, der aber gleich mal Konzerne entlastet bzw. schöne Mineralölsteuern verschenkt. Warum lassen wir diesen Menschen einfach gewähren, weshalb wird so eine Partei gewählt?

Ich glaube immer noch, dass genug für alle da ist und dass es eine gerechte Gesellschaft geben kann, nur müssen wir es wollen. Es ist doch nichts Falsches daran:

bezahlbare Mieten, Gesundheitssystem für alle Menschen, gut ausgestattete Schulen, Zugang zu Kultur, ohne dass man dabei verarmt usw.

Etwas ziviler Ungehorsam tut gut, zeigen wir ihnen ruhig bei der nächsten Wahl die rote Karte. Wir haben es immer in der Hand, dass sie nicht machen können, was sie wollen. Dann werden wir auch nicht vom Blick in die Sonne blind… 





Freitag, 1. Juli 2022

Gedanken-Brösel: Rückwärts immer - vorwärts nimmer

Ich weiß, es war eigentlich andersrum, gesagt hatte es Erich Honecker!
Wenn ich mir heute die Nachrichten bzw. Berichte so ansehe oder anhöre, kommt mir der Verdacht, dass wir schon einmal weiter, schon einmal toleranter waren. Da wäre z. B. der Schwangerschaftsabbruch in Polen strafbar (sogar bei Vergewaltigung und auch noch rückwirkend), in den USA das gleiche Dilemma, fehlen bloß noch Hexen-Verbrennung oder öffentliches Auspeitschen.

Menschen, die etwas veröffentlichen, also aus den USA, (alle anderen, wenn es aus Russland oder China kommt, da sind es ja Helden), genauer gesagt, Julian Assange soll in den USA zu 175 Jahren Haft verurteilt werden. Und das, weil er Sauereien aufgedeckt hat, was die „ach so friedliche“ USA bzw. ihr Militär angerichtet hat. Hätte er die gleichen Dinge in Russland, China oder Nordkorea aufgedeckt und würde von diesen Staaten verfolgt, er wäre ein Held für uns. Doch so machen sie ihn zum Verbrecher. Aber Hauptsache, BILD-TV und RTL regen sich über die Haftbedingungen bei Boris Becker auf. Es gab mal eine andere Zeit, da konnten „Sauereien“ auch aus der westlichen Welt gut aufgedeckt werden, sonst wüssten wir wohl nichts über Water-Gate oder Flick-Affäre.

Nun haben wir wohl wieder einen Kalten Krieg (hoffentlich wird er nicht heiß), es wird gegen Russland massiv vorgegangen in Wort wie in Tat. Nicht falsch verstehen, der Angriff auf die Ukraine ist wirklich ein Verstoß gegen das Völkerrecht und Menschenrecht. Nur würde ich mir wünschen, dass sie es mit der gleichen Härte auch gegen Länder wie die USA tun, diese haben sich in vielen Ländern eingemischt und Kriege vom Zaun gebrochen.

In puncto Klima schimpft man hier gerne gegen Russland und China und über deren Umweltsünden (dieses ist auch richtig), doch man vergisst gerne, die USA (zweitgrößter Klimasünder auf der Welt) scheren sich einen „Dreck“ darum, was sie für andere Länder anrichten, wenn es in ihre Wirtschaftsinteressen passt.

Aber auch im Umgang untereinander, waren wir nicht mal toleranter? Gab es nicht mal eine Zeit, wo sich niemand groß aufgeregt hat, ob jemand homosexuell ist (70-er und 80-er Jahre), ich meine besonders im privaten Bereich. Was soll das ganze Geschimpfe und Gemecker? Wäre es nicht toll, wenn es allen egal ist, Frau oder Mann, Homo oder Hetero, Schwarz oder Weiß oder Gelb (vor allem, weil wir es meist nicht ändern können). Gehen wir doch lieber auf einander zu als voneinander weg! Und an die Leute da oben, es ist nicht alleine Eure Welt, wenn Ihr schon von Euren Bevölkerungen gewählt seid oder dieses glaubt, dann macht auch etwas für uns. Ich meine damit nicht nur neue Verbote, Verordnungen oder sinnlose Dinge wie den Tank-Rabatt. Schaden vom Volk abzuwenden, bedeutet nicht mehr Profit für die oberen 10 Prozent (denn die haben zwar dank Eurer Hilfe das meiste Geld, sind aber nicht die Mehrheit). Beweist doch mal, das Geld eben nicht die WELT regiert.

Bis bald
Brösel




Mittwoch, 8. Juni 2022

Ein bunter Strauß von Gedanken, quasi Gedanken-Brösel:

Einiges, was mir so letzte Woche aufgestoßen ist, wo ich selbst ein wenig den Kopf schütteln musste, so dass mir sozusagen die Gedanken in den Schoß plumpsten:

Ungerecht – Verständnislos – Egoistisch – Verblödung!!!

Meister sollten aufsteigen, und ich sag das nicht, weil es um meinen Lieblingsverein geht. Nee, es ist schlicht und ergreifend ungerecht, besonders wenn man dabei bedenkt, dass es ganz oft um die Vereine aus dem Osten geht (für die Leute, denen Fußball egal ist - es geht hier um den Regionalliga-Aufstieg zur 3. Liga, also ins Profi-Geschäft). Die kleinen Vereine haben irgendwie keine richtige Lobby, dabei sind sie es, die oft die ganze Kinder- und Jugendarbeit leisten, da hilft dann so ein Heldentag der Amateure auch nicht wirklich. Ein faires System wäre richtig, wenn es 5 Regionalligen gibt, müssen 5 Clubs aufsteigen. Was dann natürlich bedeutet, 5 Clubs steigen ab, oder die Ligen werden aufgeteilt, und die Regionalligen bekommen Geld vom DFB. Oder es gibt einen Fonds, wo Vereine aus der 1. Bundesliga einzahlen müssen (je nach Stärke), damit die kleinen Vereine die dann wohl anfallenden Reisekosten und mehr stemmen können. Lieber DFB: Wäre schön, wenn Ihr mal endlich aus Euren alten Strukturen kommt!

Auto gegen Radfahrer, Rad gegen Lastenrad, alle gegen Fußgänger.

Was soll das, warum herrscht so ein „Kleinkrieg“ auf unseren Straßen: Keiner will Rücksicht nehmen. Jeder pocht auf sein Recht, und wenn was passiert, wird geheult. Dabei wäre es so einfach, alle Menschen, und wirklich alle Menschen, nehmen sich etwas zurück, dann passiert weniger, und wir sind alle etwas entspannter. Vielleicht hilft es ja wirklich mal, auf andere Städte zu schauen: Kopenhagen oder Amsterdam zum Beispiel. In Kopenhagen darf man in der Stadt nur 30 km/h fahren (ich höre schon das Gemeckere), Radfahrer haben Platz auf den Straßen und alle kommen in Ruhe von A nach B. Irgendwie muss es doch eine Verkehrswende geben, nützt doch alles nichts, es muss sein, unsere Umwelt geht eh schon in die Knie. Warum gibt es kein Tempolimit wie in fast 90% aller Länder, oh ich vergaß, die haben keine FDP. Eine lustige Truppe, die FDP, als sie das letzte Mal in der Regierung waren (2009-2013), da haben sie schön was für die Hotels gemacht, ich glaube man nannte es die Möwenpick-Affäre. Und diesmal haben sie den armen Mineralöl-Konzernen etwas Geld gegeben, damit die vor Lachen nicht in den Schlaf kommen. Senkung der Mineralölsteuer, was als Entlastung für die Bürger angekündigt wurde, fließt schön in die Tasche der Konzerne, die haben bestimmt überall vor Freude „Lindner-Dankes-Schreine“ aufgebaut.

Das Umweltticket von 9 Euro in ganz Deutschland finde ich super. Auch wenn ich nicht verstehe, warum gerade 9 Euro (wahrscheinlich haben sie irgendeine Zahl mit zwei Würfel gewürfelt), ich denke, dass 1 Euro pro Tag Ticket wäre es gewesen, für immer und im ganzen Land. Aber was haben sie es uns schon im Vorfeld madig gemacht, und natürlich waren zu Pfingsten die Züge voll. Und ja, es ist richtig, dass jeder nach Sylt fahren kann, was bilden sich die sogenannten Oberen eigentlich ein? Ihr Land, ihre Insel, dann sollten sie erstmal ordentlich Steuern zahlen, ihre Yachten nicht mehr absetzen (kann man in Deutschland als Büro angeben, oder?), überhaupt: Warum besitzen eigentlich Privatpersonen Land, wieso kann man das kaufen, wer hat das bestimmt, sind wir nicht alle auf dieser Erde, gehört sie uns nicht allen?? Warum gehört einer Handvoll Menschen fast alles und der Rest schaut dumm aus der Wäsche, und was mich noch mehr wundert, warum wehren wir uns nicht? Warum ist ein Leben mehr wert als das andere???? Fragen über Fragen...

Wir sollten aufhören, uns gegenseitig das Leben schwer zu machen. Mag sein, dass ich naiv klinge, doch eigentlich glaube ich, wollen wir doch alle keinen Hunger haben, in Frieden leben, die Natur genießen und uns an unseren Kindern, Enkeln oder Partnern erfreuen.

Seid einfach nett zueinander: Lächeln kann manchmal sicher schwer sein, es ist dennoch besser als Zorn und Hass!




 

Montag, 30. Mai 2022

Gedanken-Brösel: Traurig…mein persönlicher Nachruf

Wir müssen alle sterben, es ist traurig gehört, aber gehört zum Leben dazu!

Es passiert ja öfter, dass ein sogenannter Held unserer Tage oder jemand, den wir persönlich nicht kannten, aber dennoch bewunderten, von uns geht. Als z. B. John Lennon 1980 ermordet wurde, war ich 14 Jahre alt, und ich war geschockt. Auch als in den letzten Monaten Dixie Dörner oder Joachim Streich (ich könnte hier bestimmt noch mehrere Menschen aufzählen) starben, war ich sehr betroffen, waren es doch Personen, die mich quasi von klein an irgendwie begleiteten.

Doch nun starb Andy Fletcher mit 60 Jahren, viel zu jung, viel zu früh. Ja, auch ihn kannte ich nicht persönlich (nur aus der Ferne von unzähligen Konzerten), doch ich war tief erschüttert, hatte Tränen im Gesicht. Andy Flechter ist immer in einem Atemzug mit Dave Gahan und Martin Gore erwähnt worden, sie sind quasi meine musikalischen Helden seit meiner frühen Jugend. Immer wurde gewartet auf die nächste Platte, immer wurde auf die nächste Tour gehofft. Ja, er stand nicht so im Rampenlicht wie die Anderen, aber jeder wusste: Er ist derjenige, der irgendwie die Strippen zusammen gehalten hat, er war der Ruhepol, der Ausgleich zu Dave und Martin.

Natürlich fragen sich jetzt viele Menschen genau wie ich: Wird es Depeche Mode weiterhin geben, und wer wird ihn ersetzen (wenn so etwas überhaupt möglich ist)? Mit seinem Tod wurde mir schmerzlich klar: Wir sind alle vergänglich und nicht für die Ewigkeit, außer vielleicht die Spuren, die wir hinterlassen. Und es lohnt nicht, sich zu hassen, zu streiten, Kriege zu führen. Ein Wimpernschlag, und schon ist es vorbei, das Leben. Also versuchen wir doch, es zu genießen, so gut es geht, sind gut zueinander, lieben uns. Achten die Menschen um uns herum, die uns begleiten: Partner - Eltern – Freunde. Denn wenn sie nicht mehr da sind, kommen sie auch nicht zurück in diese Welt.

Ruhe in Frieden, Andy Fletcher, Du warst bestimmt ein ganz feiner Mensch, auch wenn ich Dich wie gesagt, nicht persönlich kannte, so warst Du dennoch viele Jahrzehnte in meinem Leben fest vertreten.






Sonntag, 22. Mai 2022

Gedanken-Brösel: Ausflug, Reise, Reise...

Es ist doch immer wieder schön, einen Ausflug zu machen, gerne mal ganz spontan, schnell mal die nahe Umgebung erkunden oder wieder einmal zu bekannten Orten hinfahren, wie z. B. in den Museumspark Rüdersdorf.

Auch Reisen bringt uns immer (jedenfalls mich) etwas voran, man erfährt von anderen Ländern oder lässt die Seele baumeln, entdeckt schöne Sachen und Orte z. B. die angenehme Hektik in der Altstadt von Jerusalem oder das Getümmel am Strand von Tel Aviv, kann Rotwein genießen in der Toskana, die wunderschöne Landschaft von Schweden entdecken, die Ruhe am Ingebo See spüren, die Sonnenuntergänge, die man dort an den Seen sieht, erleben, traumhaft auch die Ruhe, die dort ausgestrahlt wird. Schön sind (so finde ich) auch immer kurze Städtereisen, Wien-Paris-London-Rom-Kopenhagen usw.

Doch manchmal ist auch die Reise oder der Ausflug zu einem selbst wichtig (das finde ich so). Mal nach innen schauen oder versuchen, sich von außen selbst zu betrachten. Da gibt es Augenblicke, wo ich mir da denke: „Okay, alles super.“ Doch ganz oft stelle ich fest: „Na mein Lieber, das war wohl nix!“ Warum immer wieder diese Rückschläge, Verdrossenheit oder tiefe Traurigkeit? Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich bin kein unzufriedener Mensch. Mein Freundeskreis ist sehr intakt, und ich kann mich darauf verlassen. Es gibt mehr helle als dunkle Tage. Doch dummerweise können die dunklen oder frustrierten Augenblicke das Glück oder die Schönheit, die Zufriedenheit zerstören, und man kann sich schnell runterziehen lassen. Aber ich halte es für wirklich hilfreich, mit sich selbst mal kritisch zu reden oder sich betrachten.

Aber natürlich sollte bei der Reise zu sich selbst auch immer das Gute und Positive betrachtet werden, das Erreichte. Das Lächeln sollte man nicht verlieren, und natürlich folgt auf Regen Sonnenschein, denn wo Schatten ist, gibt es auch immer Licht.

Na klar, stimmt es mich etwas traurig, so jetzt in den letzten Jahren der Fünfzig, dass vielleicht nicht mehr so viel Zeit ist (Goldene Hochzeit kann ich mir wohl abhaken). Sicher kommt auch mal die Angst vor Krankheiten und die Frage, wieviel gute Jahre sind es noch?? Und wieviel Zeit hat man mit unwichtigen Dingen vertrödelt (wenn sie denn wirklich unwichtig waren). Aber hin und wieder sage ich mir schon: „Los, los, jetzt mal den Finger aus dem Po.“

Also was will ich sagen? Wann immer man eine Reise oder einen Ausflug zu sich selbst vorgenommen hat, seid nicht ganz so hart mit Euch. Das Leben ist sicher nicht immer einfach, und es verlangt uns oft alles ab, manchmal sind die Zeiten auch schwer, Ängste kommen häufig, auch Existenzängste. Doch bei allem Ärger, bei aller Angst: Das Leben ist schön und bietet so viel Glücksmomente. Es gibt immer was zu entdecken, und man ist für Neuanfänge, wenn es dann sein muss, nie zu alt. Lieber in die Arme nehmen als wegzulaufen, ruhig mal die Wange hinhalten, gerne beide, für einen Kuss. Lachen hilft, auch wenn es oft weh tut.

Lebt und liebt das Leben...