Mittwoch, 5. März 2025

Gedanken-Brösel 334: Zurück nach wahrscheinlich gelungener Trennung…

Ich glaube und hoffe, dass ich mich erfolgreich von „Brunhilde“ getrennt habe. Die Trennung wollte ich unbedingt, ich war ganz wild darauf, dass sie aus mir auszieht. Ich bin sogar zur Reha gefahren, obwohl ich nicht wollte. Doch es wurde mir nahegelegt, dass es gut für mich wäre, meinten die lieben Freunde und die Familie! Was soll ich sagen, es stimmte, sie alle hatten recht.

Also ging es los in die Märkische Schweiz nach Buckow. Allein die Gegend hilft ja schon, um zu genesen und Kraft zu tanken. Ich lernte, mich auf neue Dinge einzulassen wie z. B. Qi Gong - am Anfang von mir belächelt, doch spätestens nach der dritten Anwendung merkte ich, wie gut es mir tut. Auch Wassergymnastik ist eine wirklich gute Sache, und wer wie ich glaubte, im Wasser kann man nicht Schwitzen – Irrtum, das geht ganz gut.

Doch das Wichtigste war zu lernen, dass man sich auf sich einlassen muss. Man ist sich selbst der wichtigste Mensch, und nur wenn es einem selber relativ gut geht, kann man auch anderen Menschen Kraft und Hilfe geben. Auch die Frage nach dem „Warum?“, also warum habe ich Krebs oder ähnlich schlimmes. Vieles hängt wirklich mit unserem eigenen Lebenswandel zusammen. Zuviel sitzen (sitzen ist das neue Rauchen), wir bewegen uns zu wenig. Stress auf der Arbeit, dieses „immer erreichbar sein“ hilft nicht wirklich und ist eher schädlich.

Auch Stress in der Beziehung kann zu vielen Krankheiten führen, wenn man eben alles zum Beispiel in sich „reinfrisst“. Immer daran denken: Wir haben nur ein Leben, und unsere Zeit ist echt begrenzt. Deshalb sollten wir diese sinnvoll nutzen: Zum Treffen mit Freunden und wenn es nur zum „dusslig quatschen“ ist. Raus in die Natur gehen. Versuchen, die Sorgen und Ängste aus dem Kopf zu bekommen. Sich mehr bewegen, ausgewogen ernähren, wir müssen natürlich nicht alle gleich Veganer oder so werden, auch muss das kein Trend sein. Einfach nur etwas bewusster mit unserem „Kadaver“ umgehen. Der Körper wird es uns danken.

Ich selbst habe nach der Tortur mit Bestrahlung und Chemo sowie Hormontherapie bzw. chemische Kastration keinen Bock mehr, das noch einmal zu machen. Ich möchte Euch allen auch noch etwas auf den „Sack“ gehen. Ich habe Euch zu gerne und möchte noch viel mit Euch erleben. Auch Konzerte sollen noch viele folgen usw. Passt auch bitte auf Euch auf, und geht ruhig mal zur Vorsorge, damit wir wirklich alle noch viele Jahre haben.




Samstag, 8. Februar 2025

Gedanken-Brösel 333: Wahlen Teil drei

Nun sind es in der Tat nur noch wenige Tage, also quasi 2 Wochen, und dann ist Fritze am Ziel seiner Träume. Ich will mich jetzt auch nicht zu dem Blödsinn (aus meiner Sicht) äußern, den sie da im Bundestag letztens gemacht haben. Vielleicht kostet es die CDU ja die Kanzlerschaft, dann lernen sie vielleicht, dass man mit dem Feuer nicht spielt und dass es auch hilfreich sein kann, mal ins Geschichtsbuch zu schauen, getreu dem Satz: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Nein, darüber möchte ich nicht schreiben. Aus meiner Sicht sind der Wahlkampf oder die meisten Plakate mit ihren Botschaften zu negativ. Wenn ich mir das alles immer so durchlese, bin ich nach einer Weile froh, wenn ein Plakat von irgendeinem Zirkus kommt, wo darauf steht: Der Kasper kommt. Ansonsten nur negativ. 

Ist es wirklich so schlimm??? Oder fühlen wir es nur so, denn selbst wenn man sich die Zahlen und Statistiken ansieht, zum Beispiel über Straftaten, dann sehen wir, dass es viel weniger sind wie im Jahr 2006, ein Jahr, wo wir doch fast alle glücklich waren beim Sommermärchen. Sollten wir viel lieber nicht mal schauen, was alles so klappt bzw. was wir als selbstverständlich sehen? Also ich möchte nicht in Amerika leben und krank werden als ganz normaler Arbeiter. Oder auch in Japan, wo die meisten nur 14 Tage Urlaub haben. Ist es nicht eher so, dass wir fast alle eine Krankenversicherung haben und auch gut versorgt werden? Sicher, es ist schwerer geworden mit den Terminen beim Arzt, doch am Ende funktioniert es wohl. 

Auch haben die meisten Menschen ein Dach überm Kopf, leben in schönen und guten Wohnungen. Sicher, es ist schwerer geworden, eine neue bezahlbare Wohnung zu bekommen. Doch es hilft nichts, sich über Migration aufzuregen und den Migranten für alles die Schuld zu geben... Nein, da muss man schon mal seinen Hintern hochheben, auf die Straße gehen und für mehr Gerechtigkeit kämpfen. Da hilft es nicht, wenn man „Faschisten“ wählt, die helfen einem nicht. Da wird es nur noch schlimmer (Geschichtsbuch). Wir haben doch auch fast alle Freiheiten, die wir möchten. Jeder kann sagen, was er will, in Urlaub fahren geht auch recht gut, bei Wahlen haben wir auch die Möglichkeit, aus vielen Kandidaten zu wählen, sogar seinen Namen oder sein Geschlecht kann man einfach ohne Probleme wechseln. 

Also von welcher Freiheit, die bedroht ist, reden DIE DA? Sie sind es doch, die diese Dinge abschaffen wollen. Wo jeder bestimmen kann, wo und wie er leben will. Ich glaube auch nicht, dass Grenzzäune das Reisen einfacher machen. Natürlich bin ich auch dafür, dass es bessere Kontrollen gibt und nicht alle ins Land können. Doch wäre es nicht mal sinnvoll, darüber nachzudenken, warum Menschen ihre Heimat verlassen? Liegt es vielleicht auch daran, dass wir in der westlichen Welt dafür gesorgt haben, dass es in vielen Ländern echt Kacke ist? Ich glaube wirklich, es täte uns allen mal gut darüber nachzudenken, wie gut es uns geht und dass nicht alles schlecht ist. Sicherlich gibt es viele Dinge, die man verbessern könnte. Doch dazu bräuchte es Mut und nicht nur Rumgemecker gegen Migranten. Das lenkt bloß ab, und somit wird es eben keine Reform im Gesundheitswesen, Rentenwesen und in der Bildung geben. Darum bitte mal kurz innehalten, den Kopf einschalten und nicht auf das BLA BLA BLA reinfallen. Wie gesagt, das ist meine Meinung.




Samstag, 25. Januar 2025

Gedanken-Brösel 332: Wahlen, Stolz, Meinungsfreiheit...

Was ist das schön, diese Wahlplakate zu lesen oder auch die „Führungs-Persönlichkeiten“ (bei mindestens einer Partei „Führer Persönlichkeit") im Fernsehen zu erleben. Zum Beispiel wieder „Stolz auf Deutschland zu sein“, genau worauf, frage ich mich da, auf Gebirge oder Flüsse und Seen, kleiner Scherz, natürlich weiß ich, was sie meinen, aber dennoch, warum ist es nicht eher anders herum, müssten unsere Regierenden nicht stolz auf ihre Bevölkerung sein? Dafür, dass sie den Laden hier am Laufen halten, obwohl stets und ständig irgendwelche Erleichterungen versprochen werden, die dann aber nie kommen. Seit Jahrzehnten reden sie vom Bürokratieabbau, doch es wurde immer schlimmer. 

Die eine Partei verspricht sogar mehr netto, das ist in schwarz geschrieben auf gelben Untergrund, hat wahrscheinlich der Discounter (Netto) bezahlt, auch hier wurde das immer wieder versprochen, doch es kam nie etwas. Sichere Renten, auch so etwas, sie bekommen einfach keine große Reform hin, obwohl sie von vielen Verbänden gefordert wird, und was wäre das für ein Zeichen an die Bevölkerung, wenn auf dem Plakat stehen würde, wir setzen uns dafür ein, dass ab sofort Beamte und Abgeordnete auch einzahlen in die Rentenversicherung mit dem gleichen Prozentsatz wie jeder Angestellte, aber das wollen sie ja nicht, es wird immer ausgewichen bei der Frage, warum wir es nicht wie Österreich oder Schweden machen. 

Oder Alice im "Ich rede Unfug Land", „Hitler war Kommunist“... ernsthaft, früher wäre man in eine Anstalt gekommen, wenn man Luft im Schädel hat, heute kommt man ins Fernsehen und wird Vorsitzende. Noch so ein schöner Spruch: "Die Freiheit ist es, wieder seine Meinung zu sagen." Machen sie doch andauernd, sonst wäre so etwas wie mit "Hitler ist ein Kommunist" wohl nicht möglich gewesen. Dabei ist es eine Ohrfeige für alle Kommunisten, die unter Hitler gelitten haben, verfolgt bzw. oder ermordet wurden. Aber unsere liebe CDU ist auf dem besten Wege, es zu machen, wie in Österreich die ÖVP. Herr Merz hat angekündigt, im Bundestag nächste Woche einen Antrag zur Migration zu stellen, egal mit welchen Mehrheiten auch. Er redet ja auch davon, dass die Windkraftanlagen wegmüssten, weil sie nicht schön wären und nichts bringen. Prima, gut, dass Atomkraftanlagen so schön sind und so viel mehr bringen, es ist wie Ying und Yang, Energie für den Einen, für den Anderen Leukämie. Er sagte auch, für ihn wäre Freiheit wichtiger als Frieden, denn Frieden finden sie auch auf jedem Friedhof... 

Da weiß man doch, was uns blühen könnte. Ich hoffe nur, dass aus dem Februar kein MERZ wird. Meine Meinung ist nur: Im Straßenverkehr gilt rechts vor links, sonst nicht, und damit wir hier alle gut und sicher leben, wäre eine linke Mehrheit das Beste. Rechte und Konservative haben uns immer am Ende in Katastrophen, in Dutzende kleinere Kriege geführt. Deshalb aufpassen, wo Ihr Euer Kreuz am Wahlsonntag macht, sonst kann es passieren, dass wir unterm Kreuz beerdigt liegen...





Freitag, 17. Januar 2025

Gedanken-Brösel 331: Hängt sie...Hängt sie auf, die Plakate!

Es ist Wahlkampf oder Wahlkrampf in Deutschland. Was da nicht wieder alles steht... Es ist vom Politikwechsel die Rede, doch wenn irgendetwas nicht passiert, dann ist es Politikwechsel, CDU/CSU, FDP; SPD und Grüne machen ja im Moment so ziemlich dasselbe. Früher hätte ich die Grünen nicht so dazu gezählt, da waren sie ja auch noch Friedenspartei. Doch jetzt wollen sie sogar noch mehr für Verteidigung (oder Krieg) ausgeben als die NATO verlangt (NATO 2% und der Mann der Küchengespräche will 3,5 %). Und außerdem werden alle diese oben genannten Parteien von der Wirtschaft gut „bespendet“ (auch die AfD)! Obwohl sie wieder mehr „Netto vom Brutto“ versprechen, (merkwürdig, dass gerade die Abgaben für Krankenversicherung gestiegen sind und bald auch mehr für die Rentenversicherung verlangt wird), also wird das wohl nichts mit dem mehr Netto, dabei wäre es recht einfach. Sie bräuchten sich bloß ein Beispiel an Schweden und Österreich bei der Rente nehmen, quasi das System übernehmen, und schon hätten alle mehr Netto, außer sie da oben, sie müssten einfach auch mal einzahlen. 

Aber das schreiben sie natürlich nicht, dass sie für mehr Gerechtigkeit in diesen Dingen sind. Sie schreiben mal wieder, dass mehr Geld in Bildung sowie in Schulen und Kitas gesteckt werden soll, weil die Kinder ja unsere Zukunft sind, komisch, in Berlin wurde gerade da wieder gekürzt. Nichts werden sie tun für die Mehrheit. Doch das, was sie tun, werden sie so verkaufen, als ob es für die Mehrheit wäre. Dennoch ist es wichtig, zur Wahl zu gehen und wir haben ja alle die Chance, so zu wählen, dass eben in der Tat mehr Gerechtigkeit entsteht, zu meckern wird es immer was geben. Alle werden nie zufrieden sein, aber ich würde es mal ganz charmant finden, wenn sich die sogenannten "oberen Zehntausend" aufregen, dass sie mal richtig zur Kasse gebeten werden.

Und ich hoffe, egal wie die Wahl ausgeht, egal wer die Macht übernimmt, dass sie uns aus einem Krieg raushalten, dass sie alles dafür tun, dass es zu Friedensverhandlungen in der Ukraine kommt. Auch wäre es schön, wenn sie schaffen, dass mehr Gerechtigkeit entsteht. Dass es gute Bildung für alle Kinder gibt, dass die Gesundheitsversorgung gut bleibt und besser wird. Auch dass niemand Angst um seine Wohnung haben muss. Und auch, dass sie sich nicht weiter an der Natur versündigen. Dass Altersarmut nicht entsteht, also niemand Angst vor der Zukunft haben muss.











Mittwoch, 11. Dezember 2024

Gedanken-Brösel 330: Mein Blick zurück ins 2024…

Mannomann, was für ein Jahr!!! Aber das sagen wir oft, wenn nicht sogar jedes Jahr. Doch ich fand dieses Jahr war besonders heftig, auf jeden Fall für mich.

Erst fing ja alles sehr gut an mit einem schönen Blick in das Feuerwerk über den Dächern von Berlin, das langsam weniger wurde, dazu leckeres Essen und Getränke. Alles war gut, am ersten Tag ein schöner Spaziergang, kein Stress, weit und breit nur Freude auf das, was jetzt kommt, es gab ja auch schöne Ideen. Und es standen Konzerte meiner „Helden“ (Depeche Mode 3-mal in Berlin) an und ein Konzert von einem sehr geschätzten Sänger (Daniel Wirtz). Auch hier sollte es ein besonderer Abend werden, und das wurde es: Konzert- Erlebnis mit meinem Schwiegersohn und Fotos mit dem Sänger.

Zu meinem Geburtstag kam ein Anruf, ob ich eine neue Wohnung möchte, da wo ich schon einmal lebte, zurück nach Biesdorf. Das sollte sich wirklich als Glücksfall erweisen. Doch bis dahin, also bis zum Umzug, war noch etwas Zeit. Erst musste der Schock verdaut werden, eine lebensverändernde Diagnose! Die scheiß K… Krankheit, ich nannte Sie „Brunhilde“, und sie muss ausziehen. Eins vorneweg: Die Behandlungen sind erstmal abgeschlossen, es gab ordentlich Hormontherapie, Tabletten-, Strahlen- und Chemotheraphie.

Nun aber wieder zum Rückblick von mir. Mit dieser Diagnose im Gepäck ging es erst einmal auf Reise. Ab zu Nele mit meinem „Schwiegersohn“. Flug nach Stockholm, dort ein Tag und dann ab nach Marieham auf Ähland (Finnland), dort zwei Tage und wieder zurück für zwei Tage nach Stockholm. Eine schöne Reise, richtig viel Spaß. Danke an meine Tochter und ihren ganz wunderbaren Freund, den ich liebevoll „Schwiegersohn“ nenne.

Nach der Rückkehr ging es los, die große Wohnung musste aufgegeben werden, Dinge wurden verkauft, verschenkt, und die neue Wohnung wurde hergerichtet. Er sah es so aus, als ob es sich etwas verzögert (Vormieter), dann ging es alles schneller und besser als ich dachte. Vielen lieben Dank an meine Freunde, sie waren da, als ich sie brauchte, ich musste nichts sagen, nicht lange fragen, nein, sie waren einfach da. Selbst jetzt. wenn ich so daran denke, bekomme ich Tränen in den Augen. Das mit den Tränen passierte dieses Jahr aber auch oft. Umzug überstanden und glücklich in der neuen Wohnung. Die neue/alte Hausgemeinschaft freute sich, dass ich zurück bin (quasi wie ein verlorener Sohn), und auch hier haben sie mir viel Kraft gegeben (einfach mal meine letzten Blogs lesen).

Leider schaffte mein Lieblings-Fußballverein BFC DYNAMO wieder nicht den Aufstieg, aber es gab dafür zwei ganz wunderbare Freundschaftsspiele, eins gegen AC Monaco und eins gegen Sampdoria Genua. Beide wurden gewonnen, und der BFC hat nach Jahrzehnten mal wieder etwas vom alten Europapokal-Flair! Natürlich gab es auch Rückschläge, die Idee mit dem Laden wo aufgearbeitete Möbel bzw. umgestrichene Stühle und umgebaute Dinge verkauft werden sollten, hat nicht geklappt. Obwohl Zeitung, Radio und der RBB darüber berichteten, was es doch für eine tolle Idee ist. Doch wenn auch viele Menschen gekommen sind, viele sich erfreut hatten über die Idee, es wurde schlecht verkauft, und leider war ja auch „Brunhilde“ da. Also wurde das Projekt aufgegeben.

Natürlich beschäftigte mich auch die ganze Zeit das politische Geschehen und die Frage: Was machen die da eigentlich? Die Regierung zerlegt sich dauernd, Wumms und Doppelwumms, Zeitenwende und was nicht alles gesagt wurde. Und Bürokratie-Abbau, also wenn man mal krank zu Hause sitzt und Anträge ausfüllen muss - einfach ist anders - es ist, als ob ein Bleimantel über allem liegt. Dann zerlegte sich meine Partei auch noch, und somit ist mal gleich das linke Lager in diesem Land geschwächt, Populisten und Nazis haben leichtes Spiel, sie tun so, als ob sie einfache Antworten haben, doch es gibt keine einfachen Antworten auf schwere Fragen, nur müssen unsere Regierenden schwere Themen angehen, nicht lange reden, sich nicht drücken vor Entscheidungen.

Viele glauben vielleicht, so wie früher wäre es gut, das ist Stillstand, die Welt hat sich verändert nicht nur zum Guten. Viele wollen sauberen Öko-Strom, doch keine Windkraftanlage. Einige reden von Atomstrom, doch dieser Dreck ist nicht gut für die Umwelt. Und nur weil Herrn Merz die Windkraftanlagen nicht gefallen, sollen sie weg, dabei bringen sie im Moment den meisten Strom, die Idee der Fusionskraftanlagen wird auch nichts, seit den 50-er Jahren klappt das nicht. Atomstrom und Braunkohle helfen nicht, den Preis zu senken für den Strom in unserem Land, die EEG-Umlage muss weg. Was soll das mit den Preisversprechen für die Energiekonzerne??

Na, und der Blick in die Welt bringt auch Angst, der Nahe Osten ist ein Pulverfass. Leider habe ich den Eindruck, sie müssen immer Krieg spielen, sie können nicht anders, dabei könnte es so einfach sein, man muss nur mal nachgeben, doch die alten Egos haben ja nichts mehr. Für Party zu alt und die Frau zu Hause will auch nichts mehr von so einem Mann, also spinnen sie sich aus, und oft benutzen sie Glauben und Religion.

Doch zurück zu mir. Die Behandlungen gingen los, am 05.08. fing die Strahlentherapie an, die mich täglich 6 Wochen lang begleiten sollte, zwei Wochen später die erste von neun Chemotherapien (alle zwei Wochen). Bei der ersten Behandlung saßen zwei Männer, diese waren sehr gut positiv eingestellt, obwohl sie es nicht leicht hatten. Der eine meinte, der Kopf ist das Entscheidende. Du musst wollen, dass es weg geht bzw. besser wird, Du musst Dir sagen, dass es klappt und dass man damit leben kann. So lernte ich, damit immer besser umzugehen, das Leben ist auch schön. Wenn ich an die lieben Menschen denke, denen ich scheinbar wichtig bin, die einfach da sind, einfach Hallo sagen. Die Kochabende als Beispiel, die hatten wir auch vor Brunhilde, doch wir machten es weiter. Danke Christian, danke Steffen. Dafür, dass Ihr einfach da wart, das hat so sehr geholfen, und satt hat es auch gemacht. Danke an Katrin, meine liebe Kollegin, die mir bei Arbeits-Unterlagen und durch ihre ruhige Art sehr geholfen hat, auch einfach immer da ist ohne viele Worte. Auch an Hendrikje hier ein großer Dank für unsere wöchentlichen Frühstückstreffen mit Austausch über Bücher und sonstiges Geschehen in dieser Zeit, und welche mich dazu brachte, über Betreuung für andere Menschen als Beruf nachzudenken und wie wir dieses in die Tat umsetzen können.

Genauso mein Freund Andy, der auch immer wieder vorbei kam, mit mir essen ging, oft nur so nachfragte. Nicht falsch verstehen wir haben all das auch vorher gemacht, doch es wurde nicht eingestellt wegen „Brunhilde“, nein, sie wurde mit Freunden, positiven Gedanken, gutem Essen, gemeinsamer Zeit einfach verdrängt! Meine lieben Kollegen, die ihre Arbeit gut machten, so dass unsere Firma weiter lief, auch dank zweier Bauleiter, die da halfen und unser Berater vom Großhandel, danke Lars, danke Marcel!

Und es wurden Kurzreisen unternommen: Warnemünde, Königstein, Rostock, und zu Weihnachten folgt die nächste. Danke an Gabi, danke dass Du so lieb aufpasst, dass es mir gut geht, danke für so vieles. Ohne Euch, meine Lieben, wäre ich nicht durch dieses Jahr gekommen. Doch leider gab es noch einen schlimmen Schock. Meine liebe Mutter verstarb ganz plötzlich, der Schock sitzt noch tief, die Trauer hält noch an und wird auch eine Weile so sein, das ist auch gut so. Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, nun bin ich aber mit meinem Vater noch etwas näher zusammengerückt, auch das ist angenehm. Hier waren sie auch da, die Freunde, es gab Trost so gut es eben geht bei solchen Nachrichten.

Blicken wir noch einmal in die Politik, wo ich leichte Befürchtungen habe. Unsere Ampel-Regierung ist ja passé, was vielleicht wie eine gute Idee wirkte, war am Ende ein Flop. Doch wenn CDU und SPD, quasi „Club Der Unternehmer“ mit „Stabilen Profit-Dividenden“ regiert, da wird das nix mit dem christlich-sozial sein. Sie werden beim Bürger sparen, sie werden nicht die Vermögenssteuer für große Vermögen einführen bzw. in Kraft treten lassen, was sie eigentlich müssten. Schuld werden das Bürgergeld und die Migranten sein. Die sollen auch schuld sein, dass Schulen marode sind, dass kein Geld für die Bahn da ist oder die Brücken kaputt sind. Super einfach macht Ihr Euch das! Ich bin gespannt, vielleicht wird ja alles ganz super und schön. Wir haben ja ansonsten noch die verbindende Kraft des Fußballs, wie wir ja im Sommer bei der EM erleben konnten, für einen Augenblick schien mal wieder alles möglich, auch wenn wir über unsere kaputte Bahn belächelt wurden oder dass man in der Kneipe noch Bargeld braucht (was ich gut finde) und unser Internet hier oft ein analoger Anschluss ist.

Ich wünsche allen ein schönes und ganze besonders friedliches neues Jahr, bitte keinen Krieg. Bitte vertragt Euch im Kleinen wie im Großen, öfter in die Arme nehmen hilft bestimmt.

Danke! Christian, Steffen, Katrin, Andy, Gabi, Hendrikje, Thomas, Frank, Claudia, Petra, die liebe Hausgemeinschaft in der Buschiner Straße, Wulf, mein Vater, meine Mutter, meine liebe Tochter Nele mit meinem Schwiegersohn Willy sowie Christin. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich habe Euch alle sehr lieb!




Donnerstag, 7. November 2024

Gedanken-Brösel 329: Es ist besser…

Da war mal ein Politiker, der sagte: „Es ist besser, nicht zu regieren als schlecht zu regieren.“ Nur frage ich mich als Bürger, warum hat er es dann doch gemacht? Irgendwie war es wie Disneyland. Da wurde ich gestern Morgen wach, und Trump ist Präsident. Mein Gott, dachte ich mir, die Amis, ob das gut geht, aber okay, sie haben gewählt, sie werden wissen warum. Auch wenn wir hier bestimmt mit vielen Aussagen, die einige Bürger dort so abgeben, nichts anfangen können, auch mit dem religiösen Kram und den ganzen Waffen. Aber andere Länder, andere Sitten.

Doch kaum neigte sich der Tag, da war auch hier nichts mehr wie es war. Keine Ampelregierung mehr. Sie zerlegten sich öffentlich, warum bloß haben sie so lange an sich festgehalten? Aber mal eine kleine Anekdote, es war mal ein Jungspund, der gründete mit zwei Kumpels eine Firma. Alle kamen aus gut bürgerlichen Verhältnissen, jeder zahlte 10.000 €, und los ging es. Sie beantragten Fördermittel, KfW-Kredite in Millionenhöhe, alles kein Problem Sie kamen ja aus gutem Hause (eben keine „einfachen“ Arbeiter oder Handwerker). Zahlten sich ihre 10.000 € zurück, und leider hat das dann nicht geklappt mit dem Unternehmen, es musste Insolvenz anmelden. Die Einzige, die Schaden hatte, war „die öffentliche Hand“, das Geld war weg.

Der Jungspund war mittlerweile jüngster Abgeordneter im Düsseldorfer Landtag, später Bundestag, noch später Finanzminister und gilt auch noch als Spitzennebenverdiener. Nie richtig gearbeitet, erklärt aber allen Menschen, wie es geht, rühmt sich seiner unternehmerischen Erfahrung. Aber wenn es darum ging, mal eine Vermögensteuer einzuführen oder eine richtige Erbschaftssteuer, das ging nicht. Lieber strich man bei Bildung, Geld für Kinder ist auch nicht da. Man muss den Bürgergeld-Empfängern nur richtig Druck aufbauen, dann reicht das auch für Reiche. Der Vorschlag zum Streichen des Soli-Beitrages, der nun wirklich nur noch von 1% gezahlt wird (mal wirklich Vermögende), hätte den Staat 12 Milliarden € gekostet, für Vermögende ist immer Geld da.

Es ist wirklich gut, dass es vorbei ist mit der Ampel, ich hoffe nur, dass der nun jetzt arbeitslose Bundesfinanzminister nie wieder gewählt wird, seine Partei weiter aus allen Landtagen und dem Bundestag fliegt. Ich hoffe, dass unser Land nicht zerreißt und die andere schlimme Partei am rechten Rand noch mehr Zulauf erhält, sondern dass sich alle Menschen besinnen. Auch Herr „April“ spricht doch immer davon, es geht nicht um Machtspiele, sondern um unsere Zukunft, um unser Land. Man sollte sie alle mal beim Wort nehmen. Ich bin gespannt, was in den nächsten Tagen so passiert.




Samstag, 2. November 2024

Gedanken-Brösel 328: 35 Jahre…

Der Mauerfall, 35 Jahre ist das nun her. Und wir aus dem „Osten“ können uns mal wieder sicher sein, an diesem Tag gedenkt und dankt uns der „Westen“. Danke vor allem dafür, dass immer noch Ungleichheit ist, danke, dass sie uns damals schön ihren Überschuss verkaufen konnten, ansonsten wären sie an Videorecordern, Porno-Kassetten und gebrauchten Autos erstickt. Und ja, sie konnten schön für wenig Geld Firmen kaufen, was wir aus dem Osten nicht konnten, bzw. man hat uns fast gar nicht gelassen. Blöd ist nur, dass mit dem Mauerfall eben auch gute Ideen wie die von einem anderen Deutschland mit mehr Gerechtigkeit, ohne Waffen, ohne Hass und Neid, mit sauberer Natur, nicht den ganzen Besitz in den Händen von Wenigen, keine Überwachung usw. eben eine schöne Illusion war, die mit der Mauer gefallen ist. 

Auch, dass wir so schnell unsere Werte und Ideen, die noch am 4 November 1989 verkündet wurden, für eine Handvoll Bananen und 100 DM Begrüßungsgeld weggeworfen haben. Unser Mann, der den Einigungsvertrag mit verhandelt hat, aber gleich unter dem Tisch zur anderen Seite gewechselt ist anstatt unsere Interessen besser zu vertreten (Herr Krause), wurde dafür Verkehrsminister. Lothar Späth sagte mal, was wir den Menschen in der ehemaligen DDR alles zugemutet haben, wenn wir davon nur einen Teil in der alten Bundesrepublik den Menschen zugemutet hätten, wären alle beim Psychologen auf der Couch gelandet. Sie regten sich schon auf, dass es eine neue Postleitzahl gibt und viele Leute denken und glauben bis heute, dass nur sie den Soli bezahlt hätten. 

Aber dafür haben wir ja Freiheit, nur was bedeutet das eigentlich? Okay, ich kann wählen, darf meine Regierung beschimpfen, kann hinfahren, wo ich will, jedenfalls in den Urlaub. Aber ist es das, wofür ich damals auf die Straße gegangen bin, wo der ABV hinter mir herlief und die Plakate abriss, die ich gerade angebracht habe? Wo sind sie hin, die schönen Ideen? Was ist daraus geworden, was Willy Brandt sagte: "Nun wächst zusammen, was zusammengehört." Ich habe so den Eindruck, wir sind weiter auseinander als damals, vielleicht täuscht dass aber auch alles. Vielleicht soll es aber auch so sein, damit wir eben nicht zusammenhalten und uns gegen das vorherrschende System wehren. Wir hauen uns gegenseitig lieber auf die „Nase“ anstatt eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen. Wo eben kein Kind hungern muss, wo es vernünftige Bildungschancen für alle Menschen gibt, wo Gesundheit nicht gewinnorientiert ist, eine gute Rente eben auch für alle da ist, nicht wo wenige Menschen viel besitzen und viele Menschen wenig besitzen. 

Na, vielleicht kommt es ja noch, und bis dahin wird wohl immer im November dem Osten gedankt. An den anderen Tagen heißt es, wir wären undankbar, wählen komisch und haben keine Ahnung von Demokratie. Ich glaube trotzdem, dass es möglich ist, die Gesellschaft zu verbessern und gerechter zu machen.