Samstag, 20. Dezember 2025

Gedanken-Brösel 349: Machen…

Nun ist es so, und es wird sich auch nicht aufhalten lassen, selbst wenn man es nicht mag. Das Weihnachtsfest kommt. Leider auch mit ihm immer etwas Stress, etwas Hektik. Sogar etwas Gejammer ist dabei wegen „wieder keine weißen Weihnachten“. Mal kurz zur Erinnerung, das gab es in unserer Region schon immer eher selten. Hat auch etwas Gutes, wenn es nicht so kalt ist, man spart Heizkosten. Doch was meine ich mit dem Machen??? Oft wird davon geredet, dass wir mehr Zeit miteinander verbringen wollen. Doch Zeit, das ist etwas, dass man sich nicht kaufen kann. Oder auch bitte nicht so viel Geschenke. Wenn ich mich umsehe, würde ich mal sagen, das wird nix (okay, hat der Handel wenigstens was davon). 

Auch wird gerne geäußert, wir sollten mehr für andere da sein, weniger egoistisch sein, toleranter anderen Menschen gegenüber. Es wäre schon schön, wenn wir uns an die alte IBM-Werbung erinnern „Lasst uns den Planeten etwas smarter machen“. Sie meinten damit natürlich, dass wir ihre Rechner kaufen. Doch die Botschaft finde ich okay! Die Zeiten sind nicht ganz einfach, es gibt Krieg in unserer Nähe und noch viel mehr Krieg etwas weiter weg. In den Parlamenten wird oft nicht diskutiert, nein, es wird sich viel beschimpft auf eine Art, wo man Warnungen im Fernsehen geben sollte: „Für Kinder und Jugendliche unter 65 nicht geeignet". Gerade jetzt laufen sie doch rum und erzählen von der „Weihnachtsbotschaft“, auch unsere Vorturner von der Regierungsbank reden viel davon. Bitte setzt es doch um, sorgt für Gerechtigkeit und nicht für mehr Waffen. Sorgt für Frieden im Kleinen wie im Großen, dafür wurdet Ihr auch gewählt und nicht dafür, dass Ihr nur Eure Lobby bedient. 

Doch auch jeder Einzelne kann etwas machen, oft sind es die kleinen Gesten, die kleinen Taten, die Großes bewirken. Ich wünsche allen eine schöne wie besinnliche friedliche Weihnachtszeit. Mit guten Gedanken, denn gute Gedanken machen gute Taten. Natürlich auch mit gutem Essen.

Euer Brösel





Donnerstag, 11. Dezember 2025

Gedanken-Brösel 348: Das dürfte es wohl gewesen sein…

Das dürfte es wohl im Großen und Ganzen gewesen sein, dieses Jahr. Also viel passiert nicht mehr, auch dieser harte und lange Winter, der schon im Oktober beginnen sollte, fällt wohl aus. Ich habe schon wieder die ersten Menschen in kurzen Hosen gesehen, finde ich zwar auch etwas übertrieben, aber 14 Grad im Dezember ist schon komisch; hatten wir auch im Mai, und ich glaube im Juli waren auch zwei, drei Tage, wo es so KALTWARM gewesen ist. Dann eben Weinschorle statt Glühwein.

Jetzt mal im Ernst, ich finde es schon etwas bedenklich, vielleicht doch lieber Wärmepumpe statt Ölheizung oder Gasheizung? Auch dieses „kriegstüchtig“, was man hört, nervt so richtig, und das braucht keiner. Gebt mal nicht so viel Geld für die Rüstung aus, scheiß auf Aktien von Rheinmetall, seid alle nachhaltig, also lieber Geld in Bildung geben. Doch auch das bleibt wohl ein frommer Wunsch von mir.

Da sitze ich nun, schreibe meinen Hirnsaft nieder, rühre mir einen Wörtertee zusammen, denke mir: Mannomann, eigentlich ist es doch einfach. Geld für Rente, Bildung, Gesundheit ist doch genug da. Warum stecken sie das immer in die falschen Töpfe? Rüstung braucht niemand außer eben die Aktionäre. Oder warum werden nur die Großen mit richtig viel Geld verschont, mal ordentlich was abzugeben bzw. gerecht besteuert zu werden? Wie heißt es so schön: „Wer nichts für den Staat beiträgt, nur davon profitiert, der soll nun hart sanktioniert werden.“ Gilt eben nicht für alle, nur für das Herdenvolk bzw. Bürgergeld-Empfänger. Warum wehrt sich eigentlich niemand?? Wahrscheinlich wird deshalb nichts in Bildung gesteckt. Was wäre hier los, wenn alle mal merken würden, was wirklich los ist - REVOLUTION? Kommt bestimmt, nur leider von ganz rechts außen, dann hat wieder Keiner was gewusst oder es gibt Sätze wie: „Wenn das der Führer wüsste.“

Aber scheiß was auf Klimawandel, wenig Rente, zu teure Mieten, hohe Energie-Preise, ein Gesundheitswesen, was am Boden liegt. Das Deutschlandticket, was teurer wird. während die Abschreibung für sehr teure Autos bleibt bzw. das Dienstwagen-Privileg. ES IST DOCH WEIHNACHTEN! Denken wir nicht dran, hoffen einfach auf das Gute und das alles besser werden wird. Hat doch bis jetzt auch nicht geklappt.

Ich wünsche trotzdem und auch gerade deshalb ein schönes WEIHNACHTSFEST und einen friedlichen Jahreswechsel. Es gibt wirklich bei allem Grund zum Ärgern oder wütend sein sehr viel Schönes, sehr viel Gutes. Das lass ich mir auch nicht kaputt machen.




Freitag, 5. Dezember 2025

Gedanken-Brösel 347: Zurückgeschaut… 2025 oder: Über allem steht OOPPAAAA

Der von mir persönliche Blick zurück auf das (fast) vergangene Jahr. Und was ich schon immer mal schreiben wollte, alles ohne KI geschrieben, mich gibt es echt, wahrscheinlich könnte so kein ChatBoot schreiben. SCHERZ. Also für mich ist es Jahr eins nach dem eingeleiteten Untergang von „Brunhilde“. Doch erstmal möchte ich mich bei allen entschuldigen, die Brunhilde heißen, bitte nicht persönlich nehmen.

Am 2.12. war meine letzte Chemo ein Jahr her, und ich kann sagen, es geht mir gut, natürlich ist nichts mehr, wie es war. Es gibt Lustiges dazu, wie z. B. keine Haare mehr auf dem Rücken. Doch der Körper hat sich echt verändert, und auch die Belastbarkeit ist nicht mehr so wie ich es kannte, aber ich lebe und nehme ordentlich am Leben teil. Hier werden nicht die Hände in den Schoss gelegt, es sei denn zum Überlegen.

Es ist aber auch das Jahr eins nach dem Tod meiner Mutti, oder wie ich sie wirklich liebevoll nannte: MUTTER. Ja, sie fehlt mir, das wird auch so bleiben, mir kommen immer die Tränen. Obwohl ich zu meinem Vater genauso ein gutes wie inniges Verhältnis wie zu meiner Mutter hatte, so hat uns doch der Verlust noch enger zueinander gebracht. Wir sind täglich im Austausch über das, was anliegt, darüber wie der Tag war. Es ist so wie damals, als ich klein war, ihm immer alles erzählt habe, nur jetzt eben umgekehrt, und das ist sehr schön, wie er mich nun in seinen Tag mitnimmt.

Das Jahr fing ruhig an, kaum war die letzte Rakete von Silvester verbrannt, ging auch schon der Wahlkampf los für den neuen Bundestag. Das Beste daran war für mich, dass Die Linke doch relativ sicher, relativ stark wieder einziehen konnte, was viele nicht erwartet hatten. Schlimm war bzw. ist, dass diese umlackierten Braunen (auf blau) so stark sind, das war allerdings zu erwarten. Und ich denke, es wird noch schlimmer, solange solche „Pfeifen“ wie Herr Spahn durch die Politik gehen können, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden. Wie ein Kanzler erst durch das Land geht und Menschen beleidigt mit seinem Stadtbild-Unfug und später nach Brasilien fliegt, um auch da Menschen zu beleidigen. Wahrscheinlich hatte er sein Praktikum beim orangefarbenen Präsidenten, immer nur nach unten treten, nie für Gerechtigkeit im Land sorgen, also auch endlich mal für Steuergerechtigkeit sorgen, endlich mal dafür sorgen, dass alle in die Kranken- bzw. Rentenkassen einzahlen. Das treibt eben das „scheue Wahlvolk“ den Populisten in die Arme.

Also ich kam extra von der Reha nach Hause, um mein Kreuz zu machen, damit es noch nicht ganz so gruselig wird. Schon sind wir bei meiner Reha, gut, da gibt es nicht so viel darüber zu schreiben. Ich wollte nicht hin, dachte doch, es bekommt man alles schon so in den Griff, frei nach dem Motto: Das bisschen Chemotherapie, die paar Metastasen. Hochmut kommt vor dem Fall, das hat definitiv nicht funktioniert. Schnell sind die Grenzen aufgezeigt worden. Heute sage ich: Gut, dass ich es gemacht habe. Was mir dort auch so richtig ins Bewusstsein gekommen ist: Die richtig schweren Jobs, also die, wo es so richtig zur „Sache“ geht, machen Frauen. Sie können so viel aushalten (besonders uns „Schwanzvertreter“), sie sind diejenigen, DIE echt den „Laden“ am Laufen halten. Also liebe Schwanzträger, etwas mehr Demut und Dankbarkeit tut uns allen gut, mal drüber nachdenken, wer uns, wenn alles „Scheiße“ ist, hilft oder immer geholfen hat.

Nun aber weiter in meiner Reise durch das Jahr, quasi durch meine Themen. Wichtig war, dass ich auch zum Fußball gehen konnte, auch zu meinem Herzensverein BFC Dynamo. Berliner Pokalfinale: Es wurde gewonnen, es wurde gefeiert, ich ging über den Zaun auf den Rasen und lag vor Freude im Tor. Doch war es nur die Freude über den gewonnenen Pokal? Ein lieber Mensch, eine gute Freundin meinte, es tut so gut zu sehen, dass Du all diesen Blödsinn machst, dass Du so fest auf Deinen Beinen stehst, dabei ist dieser Mist erst ein halbes Jahr her. Wer hätte das gedacht, dass dieses alles wieder so schnell geht. Dieser Satz sollte im Laufe des Jahres noch öfter kommen, wo mir aufgezeigt wurde, ich möge doch mal bitte etwas demütiger sein.

Und der Fußball hatte noch einen anderen großen Beitrag in diesem Jahr, ein Ereignis, ein Erlebnis, das alles veränderte, quasi mir die Tränen immer wieder ins Gesicht treibt, doch dieses Mal die Tränen der Freude. Ich lernte meine Enkeltochter kennen, meine kleine Herzverzauberin. Gut, es war bei Union, doch da merkte ich, wie unwichtig doch Fußball sein kann, jedenfalls das Spiel an diesem Tag, aber eben auch, wie dadurch Brücken gebaut werden können. Es war der Tag, an dem ich richtig OPA wurde, etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.

Da wurde mir klar, Du kannst ja versuchen, alles zu planen oder eben alles versuchen, im Griff zu haben, doch merke: Das Leben ist eben nicht planbar, da kommen so kleine Menschen daher auf kleinen Turnschuhen, lächeln Dich an und schon fällst Du um und alles ist ANDERS SCHÖN. Womit ich auch schon bei einem der schönsten Dinge in diesem Jahr bin, Zeit mit meinen Kindern. Das war auch nicht vorhersehbar, darum bin ich hier sehr demütig. Meine „kleine“ Nele ist nun auch schon eine erwachsene Frau (ich bin schon echt alt). Wir hatten und haben schon immer ein inniges Verhältnis. Gerne und oft treffen wir uns zum Essen, spazieren gehen usw., was auch sehr großartig ist Sie hat mir einen ganz lieben „Schwiegersohn“ geschenkt, der ist echt eine Bereicherung für Familie und Herz.

Vor allem auch der schöne Kontakt zu meinem Sohn, Jahre der Funkstille sind nun (hoffentlich für immer) auf dem Müll gelandet. Es tut so gut, sich mit ihm zu unterhalten, sich mit ihm zu treffen, auch das Einbeziehen bringt immer Licht und Wärme. Oder es ist so, als ob Milch und Honig auf die Seele fließen. Das war nun wirklich nicht vorhersehbar, ich hatte vor dem ersten Treffen nach vielen Jahren die Hosen gestrichen voll. Doch er machte es einfach, auch das „Wieso Weshalb Warum“ haben wir (erstmal) zurückgelassen. Der Blick geht nach vorn und eben nicht zurück. Natürlich lebt er nicht allein, er brachte nicht nur die Herzverzauberin mit, sondern auch eine ganz wundervolle „Schwiegertochter“, die mich erstmal vorsichtig beäugte, verständlicherweise vorsichtig, es geht ja hier um Menschen und nicht um einen Beliebtheitswettbewerb. Danke, mein Lieber!

Nun mal ein kleiner Schwenker zu etwas anderem, was ich schon immer gerne gemacht habe. Konzerte, früher konnte ich davon nicht genug bekommen. Dann kam „Brunhilde“, und damit war erstmal Schluss. Doch jetzt geht es wieder nicht mehr so oft und manchmal auch nicht so lange, da wird schon mal auf die Zugabe verzichtet, weil eben die Beine schmerzen oder anschwellen, aber es geht wieder. Ob nun ein Klavierkonzert von Nirvana-Musik, vorgetragen von Christoph Spangenberg, zum OUT OF LINE Festival über De/Vision zu Forced to Mode, wo auch viele Freunde waren, wir alle einen ganz zauberschönen Abend hatten. Es gab noch einige Konzerte mehr und auch eine wunderbare Kabarett-Veranstaltung und einen Mitsing-Abend.

Doch es sind die lieben Menschen um mich, die quasi wie einen Schutzwall um mich gebaut haben. Mein Freund Andy, der mich zum Singen mitgenommen hat und zu vielen anderen kleinen Veranstaltungen. Christian, der immer anruft, mit mir oft im regen Austausch über Politik und das Leben im Allgemeinen ist, mit dem ich oft Kaffee trinke und er meint, das müsste noch viel öfter sein, wo er natürlich recht hat. Er ist einer der Freunde, auf deren Meinung ich viel Wert lege. Was jetzt nicht heißt, dass ich das bei anderen Freunden nicht mache, aber Christian ist einer der Menschen, der mich eben schon seit meinem 16. Lebensjahr begleitet. Meine liebe Freundin Katrin, die nicht nur meine Kollegin ist, sondern auch Begleiterin in ganz schweren Zeiten war, sie ist maßgeblich daran „schuld“, dass ich schreibe. Meine liebe Freundin Henni, wo es fast jeden Donnerstag das beste Frühstück gibt, was auch immer der beste Gedanken-Austausch ist, wo es bis zum Gedankenschmerz geht. Und meine liebe Gabi, die auch eine ganz wunderbare Tochter inkl. Mann in unsere nun kleine Familie gebracht hat. Sie, die mich nun seit einiger Zeit quasi trägt und erträgt, die immer in Sorge um mich ist. Die mich durch die schwerste Zeit meines Lebens gebracht hat. Und nun dennoch all den Quark mitmacht. Wie zum Beispiel der Kauf eines Schuhschranks, was dann im Kauf eines großen Tisches und verschiedenen Stühlen endete, was gleichzeitig bedeutete, dass renoviert werden durfte. Es wurde also ein Nest gebaut. Dass ich dieses noch einmal mache, noch einmal erlebe, hätte ich auch nicht gedacht. Und ich hatte es auch nicht vor.

Als ich letztes Jahr eingezogen bin, wurde doch alles so gemacht, dass es für mich passte, ich wollte hauptsächlich mit mir allein wohnen, und da rede ich jetzt mal ganz offen. So wusste ich doch, dass nach der Behandlung nichts mehr im Bett gehen wird, quasi „Tote Hose“, aber so richtig. Doch auch hier habe ich komplett falsch gelegen. Mein lieber Urologe, der mich die ganze Zeit wunderbar begleitete, nahm mir die Sorgen und die Angst. Genau wie meine Mutter, sie meinte noch (ich weiß, sie sieht mir jetzt bestimmt von oben zu): Es gibt so viel mehr, selbst nur gemeinsam daliegen kann so schön sein, einfach nur den anderen Menschen spüren, nicht allein sein, das ist es. Natürlich habe ich das auch immer vorher gesagt, aber eben zu anderen. Das Leben ist so vielschichtig, es ist schön, es ist immer voller Überraschungen. Manchmal sind es kleine Gesten, kleine Taten, die man selbst gerade nicht auf dem eigenen Schirm hatte und somit manche Dinge so richtig groß werden lassen. Ich/Wir lernten viele neue Menschen kennen, z. B die liebe Beraterin vom Integrationsfachdienst, erst von Brandenburg, die dafür sorgte, dass wir Unterstützung bekommen bzw. sich einsetzte, dass auch eine super Beraterin aus Berlin vorbeischaute, sich alles ansah und dann die richtigen Schritte einleitete, hier ein ganz großes Danke.

Dann die lieben Menschen in „Lobetal“, wo ich als Assistent in der Suchtberatung arbeiten durfte. Was für großartige Menschen! Hier lernte ich zu sehen, die wichtigen Dinge zu erkennen, zu begreifen, worauf es doch so oft im Leben ankommt und dass man wirklich hin und wieder ruhig mal etwas demütig sein sollte, auch DANKE sagen zu dem, was man hat oder erleben darf. Die drei Freunde von der Bergsteigergruppe haben mir gezeigt, wo ich hinsehen muss. Vielleicht war es ihnen nicht bewusst, doch sie haben mir nach meinem schweren Jahr zuvor viel Kraft und Zuversicht gegeben. Und auch meine „andere“ Arbeit macht wieder richtig Spaß und Freude, genauso die Arbeit mit „meinen“ beiden Bauleitern Henry und Andreas brachten viele neue Erkenntnisse. Beide Menschen machten mir so viel Mut, sie wussten von der Erkrankung, und sie nahmen auch Rücksicht, wenn ich nicht so konnte bzw. mal einen Termin „versemmelt“ hatte. Lustig ist aber, dass sich beide Herren überhaupt nicht kennen. Genauso das Wandern und der Besuch beim Pressefest waren so schöne Erlebnisse (dazu gab es auch einen Blog).

Es gibt noch so viel mehr zu schreiben, und eigentlich möchte ich am liebsten jedem einzelnen Menschen danken, und ganz bestimmt habe ich jemanden vergessen, doch bitte tragt es mir nicht nach. Mit allen Menschen, mit denen ich dieses Jahr erleben durfte, mit allen, mit den ich arbeiten durfte. Mit allen, die mich mitgenommen haben zu was auch immer: DANKE, dass es Euch alle gibt!

Im Adventskranz brennt nun schon ein Licht. Es dauert nicht mehr lange, dann sind alle vier Kerzen an. Zeit, um innezuhalten, Zeit für gutes Essen, Zeit für Familie (ich bin so dankbar, dass ich OOOPPPPAAAA bin), Zeit für Erholung. Allen eine schöne Adventszeit, einen schönen Abschluss zum Jahresende und einen guten Start hoffentlich in Frieden!




Freitag, 21. November 2025

Gedanken-Brösel 346: Bald nun ist Weihn…

Keine Angst, es geht nicht wieder ums Weinen, dann wäre es ja auch in meiner Müdigkeit falsch geschrieben. Es geht um Weihnachten - Vorfreude und dieser ganze „Kram“. Man(n) und Frau mögen es kaum glauben, in „bummelig“ 5 Wochen ist es soweit. Das Fest der Feste, Familien kommen zusammen, Kinderaugen leuchten hell. Und die Milka Werbung hört endlich auf, der Coca-Cola Truck ist dann Gott sei Dank endlich auch durchgefahren. Ich will niemandem das Fest versauen, keine Angst, ich meckere jetzt auch nicht über den ganzen Konsumwahn oder mahne dazu, an die Menschen zu denken, die nix haben, die quasi im Strassendreck leben und das „Stadtbild“ leicht stören.

Ich freue mich auf eine schöne ruhige Zeit, auf gutes Essen, auf Treffen mit Freunden in der Vorweihnachtszeit und auf das Weihnachtssingen bei den „Waldis“. Ich freue mich auf meine Kinder, und seit diesem Jahr kann ich sagen „Kinder“, was lange nicht der Fall war (Schuld hin, Schuld her, bitte einfach nach vorne schauen). Und ich freue mich auf das Enkelkind, die kleine Herzverzauberin. Obwohl ich bestimmt niemanden direkt zum Fest sehen werde, aber in der Zeit davor. Und ich freue mich besonders auf das Verschenken, vielleicht „Tonies“ oder wie die Dinger heißen, standen auf dem Wunschzettel, so hörte ich. Doch bevor die Adventszeit losgeht, darf ich quasi als Opi oder wie sie sagt „Ooopppaa“ mit zum Laternen-Umzug.

Ich sage nur, was für ein Jahr (darüber kommt noch ein kleiner Blog). Doch bei all der Freude, so hoffe ich am meisten, dass es friedlich bleibt, wir Frieden haben werden, eben nicht kriegstüchtig werden müssen. Dass die Sorge um das Überleben weggeht, Angst und Kummer und Leid zerplatzen wie Seifenblasen. Und dass es nicht nur zur Weihnachtszeit friedlich ist und wir alle uns einfach nur respektieren.

Kommt alle schön in die Vorweihnachtszeit!




Dienstag, 18. November 2025

Gedanken-Brösel 345: Wein(en)…!!!

Heute bin ich mit dem falschen „Wein“ aufgestanden. Klingt erstmal lustig, ist aber eigentlich traurig, da wir zu viel trinken. Und leider ist es oft so, wenn wir keinen Alkohol möchten, müssen wir das begründen. Die einzige Droge, wo ich mich rechtfertigen muss, wenn ich sie nicht will. Alles nur, weil der „Suff“ gesellschaftsfähig ist, quasi zum guten Ton gehört. 

Doch darum geht es mir heute nicht. Weinen, da wird man(n) ja auch hin und wieder belächelt. Wir sollen alle stark sein, „harte Hunde“ quasi, doch was ist eigentlich ein harter Hund? Ist es der, der schon steif ist, also tot? Na vielen Dank, damit möchte man lieber nicht verglichen werden. Dabei ist es wirklich nicht schlimm, wenn man weint. Man ist dann weder schwach noch ein „Mädchen“, auch so ein Spruch, den man nicht braucht. Wir weinen natürlich oft, wenn wir traurig sind, etwas total Beschissenes passiert ist. Wie der Verlust eines lieben Menschen, Trennung, die so schmerzen kann, dass man keine Luft mehr bekommt. Oder ein verlorenes Spiel usw. 

Oft können wir auch vor Glück weinen, also Glückstränen. Was habe ich geheult, als meine Tochter geboren wurde, auch bei meinem Sohn viele Jahre davor waren die Augen nicht wirklich trocken. Dieses Jahr, als ich meine Enkeltochter kennenlernen durfte, da lief das Wasser auf dem Weg nach Hause wie ein fröhlicher Bach. Ich konnte meine Glücksgefühle kaum fassen, zumal es eine Vorgeschichte gab, ich nicht mehr damit gerechnet hatte und auch selbst wenig dafür getan hatte. 

Also ruhig mal weinen, und es tut auch oft gut, das ist ein wenig wie Großreinemachen. Der ganze Schmutz kommt dabei raus, die doofen und scheiß Gedanken werden rausgespült, es ist Platz für schöne Geistesgüter und Gefühle. Auch wenn man einen scheiß Tag hat oder mal Angst vor Aussagen und Ergebnissen hat, ruhig mal weinen, ruhig mal Gefühle zeigen. Denn wie sollen sonst andere Menschen erkennen, wie es uns geht? Alles in sich reinfressen macht nur schlechte Laune, und man bekommt ein Magengeschwür, das ist auch so sinnvoll wie Kacke am Schuh. Ich für mich kann sagen: Ich weine, oft heule ich sogar richtig doll, meistens geht es mir dann danach etwas besser, dann ist alles erstmal raus. Der Kloß im Hals wird weniger, der Knoten im Magen löst sich. Geht nicht sofort, aber es stellt sich oft Zuversicht ein. Und man kann dann mit vielen Dingen besser umgehen, ob es nun scheiß Nachrichten sind oder wenn es ordentlich „Feenstaub“ gab. 

Deshalb meine ich, Gefühle zu zeigen ist keine Art von Schwäche, sondern Stärke. Es bedarf schon etwas Mut in unserer Gesellschaft, wenn man zeigt, wie es Einem selbst wirklich geht. Darum auch hier der alte Satz: Macht Armdrücken (nehmt euch in die Arme)!





Donnerstag, 13. November 2025

Gedanken-Brösel 344 - Eigentlich möchte man da...

Eigentlich möchte man da nicht drüber reden bzw. versuchen wir es oft zu verdrängen oder zu ignorieren. Der Tod, das Sterben und die eigene Vergänglichkeit. Dazu fällt mir ein Text ein: „Manchmal stelle ich mir vor, ich bin ganz alt, so 97 Jahre oder mehr und liege in meinem Bett, und es geht mit mir zu Ende, nicht aus Krankheit, nein einfach, weil es so ist. Also ich liege da, die Kinder, Enkel und Urenkel sind da und das eine Kind sagt zur Mutter, wenn Opa jetzt gleich tot ist, kann ich dann Play-Station spielen, die Mutter ist entsetzt, doch ich grinse, hole das Kind ran und sage okay, Opa beeilt sich.“ Das wäre doch super, wenn es so laufen könnte. Natürlich will keiner sterben, jedenfalls die meisten Menschen nicht, und gleich gar nicht wenn man blöde krank wird wenn z. B. fucking „Brunhilde“ kommt, also der Krebs. 

Ja klar, sind wir traurig, wenn ein geliebter Mensch stirbt, dabei ist es egal, ob es plötzlich oder ob es absehbar war. Ich weiß, wovon ich hier schreibe, vor ziemlich genau einem Jahr starb meine Mutter, und eigentlich waren wir an diesem Tag zum Pfannkuchen essen verabredet. Doch dazu sollte es nicht kommen. Darum haben wir es als Familie dieses Jahr gemacht und ihrer gedacht. Fand ich irgendwie total schön, als mein Vater dieses nach dem Friedhofsbesuch vorschlug, da saßen wir zu Dritt und konnten sogar etwas an diesem traurigen Tag lachen. Vielleicht ist es wirklich gut, der Trauer mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu begegnen. Denn ist es nicht auch so, dass wir der Toten gedenken, dabei oft die Lebenden vergessen? Dabei haben wir doch nur das eine Leben, da gibt es keine Wiederholung jedenfalls nicht so dass wir es genau wüssten. 

Warum also benehmen wir uns oft wie so richtige „Kackbratzen“, beschimpfen uns, meckern über Nichtigkeiten rum. Rennen dem blöden Geld hinterher, machen das Klima für unseren Wohlstand kaputt, vergessen dann, wenn es "im Arsch" ist das Klima, dann gibt es auch keinen Wohlstand mehr. Weshalb sind wir oft so richtig „scheiße“ drauf??? Wenn dann jemand stirbt, kommt das große Gejammer, ach hätte ich doch bloß öfter angerufen oder wäre hingegangen. Oder so ein Mist, hätte ich bloß gehört und wäre bewusster mit der Umwelt umgegangen, verdammt, nun ist mein Haus überschwemmt. Nun soll aber bitte niemand sagen: „Was kann ich alleine schon anrichten, sollen die da oben erstmal machen.“

Nee, so geht das nicht, wenn jeder Einzelne etwas macht, ist das echt viel (natürlich weiß ich, dass es viele Menschen machen), und auf die da oben zeigen, ist zu einfach, sonst wollen wir ja auch, dass sie uns in Ruhe lassen. Also bei all der Trauer und all dem Ärger und Frust, sind wir doch lieber etwas netter zu uns, helfen uns. Machen Armdrücken also in den Arm nehmen und drücken (schrieb ich schon oft). Dann ist es vielleicht wirklich nicht so schlimm, wenn der Tag kommt, wo wir gehen müssen, vielleicht dann mit einem Lächeln und man kann sagen: "War doch echt schön hier, dieses Leben hat sich gelohnt."



Freitag, 7. November 2025

Gedanken-Brösel 343: Eigentlich bedarf es nicht viel…

Eigentlich bedarf es wirklich nicht viel für Glück, für schöne Augenblicke, für eine gute Zeit. Ein gutes Frühstück zum Beispiel, wie ich es mit einer guten Freundin fast jeden Donnerstag sozusagen zelebriere. Frische Brötchen, etwas Salat, guter Kaffee (ganz wichtig), etwas Wurst. Dabei sind die Lebensmittel nur das Sahnehäubchen. Es geht um den Austausch, um gemeinsame Zeit. Nichts ist wertvoller als Zeit mit den Lieben, den Freunden, zu verbringen, quasi mit seinen Herzmenschen, ich habe da so eine kleine Handvoll.

Doch wie oft verfallen wir in diesen Wahnsinn, regen uns über Dinge auf oder lassen uns instrumentalisieren. Hören auf unsinnige Debatten wie die vom Stadtbild oder über zu viel Migration. All diese Diskussionen sind Unfug, bringen uns nicht weiter. Das gab es alles schon einmal. So zum Beispiel die Finanzkrise Ende der 20-er Jahre im letzten Jahrhundert. Und anstatt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, hörte man auf Menschen, die meinten, die Juden wären daran schuld. Es folgten Faschismus, Krieg und Zerstörung.

Einige Jahrzehnte später: Wieder Finanzkrise, Banken werden mit Steuergeld saniert. Anstatt den ganzen Kram an die Wand zu fahren, helfen wir den Verursachern mit unserm Steuergeld. Und statt sie etwas Demut üben, bedienen sie sich weiter. Cum-Ex und Cum-Cum lassen grüßen. Nun ist kein Geld für Schulen und Pflege sowie Infrastruktur da. Wieder werden Schuldige gesucht, die natürlich damit nichts zu tun haben. Diesmal sind es die Migranten (Juden gibt es ja nicht genug, damit man ihnen wieder die Schuld geben könnte), weil sie ihre Heimat verlassen haben und vor Not und Elend fliehen. Anstatt ihnen eine Chance zu geben und sagt: Okay, Du hast ein Jahr Zeit, Dich mit einzubringen, gehe arbeiten, lerne unsere Sprache usw. Wer dann nicht will oder sich hier einen „schlanken Fuß“ macht, muss dann ohne Wenn und Aber gehen. Aber nein, man steckt sie in Heime, sie dürfen nicht arbeiten, solange das Asyl-Verfahren läuft.

Wir schaffen uns nur neue Probleme. Hören wieder auf die Populisten, die meist sehr betucht sind, von sich ablenken und wieder Steigbügel-Halter für Nazis sind. Es wird nicht mehr lange dauern und die CDU macht das, was damals die Zentrumspartei gemacht hat. Damals war es die NSDAP, heute die AfD.

Dabei wäre alles doch so einfach! Habt eine gute Zeit! Und hört nicht auf diejenigen Leute, welche uns weismachen wollen, wer Schuld hat. Es waren immer Finanzmärkte und Gier, die uns in Elend getrieben haben. Gut zueinander zu sein ist keine Schwäche. Und wie gesagt, es bedarf nicht viel, um glücklich zu sein.